FSV 63 Luckenwalde – SV Lichtenberg 47 4:1 (3:0)

Die 300 Zuschauer, die sich am Sonntagnachmittag bei Dauerregen ins Werner-Seelenbinder-Stadion trauten, dürften ihr Kommen nicht bereut haben. Beide Mannschaften begegneten sich eigentlich auf Augenhöhe und hatten ihre Stärke in erster Linie in der Offensive. Den Luckenwaldern gelang es allerdings sehr früh, die Schwächen in der Lichtenberger Innenverteidigung schonungslos aufzudecken. Lichtenbergs Coach Uwe Lehmann waren aus den unterschiedlichsten Gründen die Innenverteidiger ausgegangen. So durften zunächst der bei Standards oft vorn mit auftauchende Tobias Francisco nach der ersten FSV-Ecke (3.) als auch 15 Minuten später Lucas Vierling nach einem Becker-Freistoß unbedrängt zum Kopfball einlaufen und zum frühen Zwei-Tore-Vorsprung und jeder Menge Selbstsicherheit für die Gastgeber beitragen -2:0.

2:0 durch Lucas Vierling

Dennoch bekam nicht nur Niklas Wollert im Lichtenberger Kasten, sehr oft gegen den frei vor ihm auftauchenden Phil Butendeich, sondern auch FSV-Keeper Andre Thoms Gelegenheit sich auszuzeichnen. 

Nach einem zumindest für die FSV-Anhänger glasklaren Foul an Till Plumpe versagte Schieri Bartnitzki, der bei manchen Entscheidungen auf beiden Seiten für Kopfschütteln sorgte, dem FSV-Angreifer den fälligen Strafstoßpfiff. Kurz vor dem Pausenpfiff hatte er dann aber doch sein Erfolgserlebnis. Stefan Rankic hatte mit Klassesteilpass den auffälligen Daniel Becker auf halbrechts in Szene gesetzt. Dessen uneigennütziges Abspiel durfte Till Plumpe problemlos einschieben (44.).

Spätestens mit der roten Karte gegen Oliver Hofmann, der Plumpe zentral vor dem Strafraum am erfolgreichen Abschluss gehindert hatte, schien eine Vorentscheidung gefallen. Erst recht, als Tobias Francisco erneut nach einer Flath-Ecke am zweiten Pfosten ungehindert einlaufen und aus Nahdistanz per Kopf seinen zweiten Tagestreffer zum 4:0 ins Tor wuchten durfte, zweifelte wohl niemand mehr am erneuten Erfolg der Braune-Truppe (56.).

Allerdings war in den verbleibenden gut 30 Minuten von der numerischen Überlegenheit der Gastgeber nichts zu spüren, denn die Lichtenberger mussten zwar weiterhin die eine oder andere brenzlige Situation vor ihrem Tor überstehen, nutzten aber auch jede sich bietende Möglichkeit zu eigenen Angriffen und zu einer Resultatsverbesserung. Blieb ihnen bei einem Pfostenschuss nach sehenswertem Dribbling in der 62. Minute der durchaus verdiente Ehrentreffer noch versagt, durfte den dann aber Oliver Maric durch gefühlvollen Schlenzer von der Strafraumgrenze erzielen – 4:1 (71.).

Ehrentreffer für Lichtenberg

Alles in allem gab es aber zum verdienten FSV-Erfolg keine zwei Meinungen. Dem wollen die Braune-Schützlinge am kommenden Freitag bei der kleinen Hertha aber natürlich einen weiteren folgen lassen und sich so für die 2:3-Heimniederlage aus dem August des vergangenen Jahres revanchieren.  

FSV 63 Luckenwalde: Andre Thoms – Stefan Rankic, Lucas Vierling (ab 80. Edgar Budde), Tobias Francisco – Tim Göth (ab 72. Aaron Bogdan), Christian Flath (ab 61. Ian Kroh), Pascal Borowski (ab 72. Luca Haase), Daniel Becker, Phil Butendeich – Frederik Julius Schmahl, Till Plumpe (ab 61. Dennis Rothenstein)

Lichtenberg: Niklas Wollert – Leon Gaedicke, Oliver Hofmann, Richard Max Ohlow, Philip Einsiedel – Marcel Bremer (ab 85. Emre Kücükodabasi), Irfan Brando (ab 46. Oliver Maric), Tarik Gözüsirin (ab 61. Moritz Schöps), Christian Gawe – Hannes Graf (ab 46. Hussein Chor), Marius Ihbe (ab 46. Philipp Grüneberg)

SR: Daniel Bartnitzki

Zuschauer: 300

Tore: 1:0 (3.) Tobias Francisco, 2:0 (18.) Lucas Vierling, 3:0 (44.) Till Plumpe, 4:0 (56.) Tobias Francisco, 4:1 (71.) Oliver Maric

Gelbe Karten:    Rankic (9.), Göth (21.) (Luckenwalde); Ohlow (18.), Bremer (54.) (Lichtenberg)

Rote Karte:       Hofmann (46.) (Lichtenberg)

Beste Spieler:    Francisco, Becker, Borowski, Schmahl (Luckenwalde)

                        Wollert, Einsiedel, Gawe (Lichtenberg)       

Fred Krüger


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