FSV 63 Luckenwalde – FSV Union Fürstenwalde 1:2 (1:0)

Die Luckenwalder haben eine für ihre Verhältnisse sehr gute Saison gespielt und die zuletzt offiziell formulierte Zielstellung die Saison mit 50 Punkten abzuschließen, wäre früher nie für möglich gewesen.

Doch all diese Saisonerfolge und hehren Ziele scheinen die Braune-Truppe in der jüngsten Vergangenheit eher zu lähmen, so dass der Coach nach den 90 Minuten seinen Kickern gar mangelnde Mentalität attestierte. Die Mannschaft agiert zwar weiterhin spielerisch anspruchsvoll, hat aber inzwischen scheinbar vergessen, wo das Tor steht.

Erste Halbzeit noch mit Akzenten beim Gastgeber

Auch am vergangenen Samstag gegen die abstiegsbedrohten Fürstenwalder benötigte man einen (berechtigten, aber aus Gästesicht unnötigen) Strafstoß um zum Torerfolg und zur zu diesem Zeitpunkt noch verdienten Führung zu kommen. Wirklich echte Torchancen der Gastgeber aus dem Spiel heraus blieben Mangelware. So passte Frederik Schmahl in der 13. Minute Till Plumpe in den Lauf. Dessen Abschluss ging aber deutlich am langen Pfosten vorbei. Auch ein Rückpass des immer wieder mal antretenden Aaron Bogdan von der Grundlinie verzog Daniel Becker. Überhaupt hat man den Eindruck, dass sich der Routinier im Mittelfeld, wenn er das Spiel vor sich hat und abwechselnd mit Christian Flath in die Spitze geht, wohler fühlt.

Lucas Vierling, sonst defensiv die Sicherheit in Person, passierten auch gegen Fürstenwalde für ihn ungewohnt viele Leichtsinnsfehler und Ballverluste.    

Beste Chance in Hälfte eins hatte Fürstenwalde

So hatten die Gäste nicht rein zufällig in der 42. Minute gar die beste Möglichkeit der ersten Spielhälfte. Doch Fürstenwaldes Sturmführer Lukas Stagge schob eine präzise Eingabe Kilian Pascal Zarubas haarscharf am Pfosten vorbei. Er schien wohl auch überrascht, dass er überhaupt noch diese Chance bekam und der vor ihm postierte und ansonsten zuverlässig agierende Edgar Budde nicht schon geklärt hatte.   

Starke zweite Halbzeit des Gastes

Nach dem Seitenwechsel stellte Gäste-Trainer Kenny Verhoene dann auf Dreierkette um und ließ den bereits in den ersten 45 Minuten im Abwehrzentrum agierenden Manasse Eshele in der Angriffsspitze agieren. Das zeigte bald Wirkung und innerhalb von drei Minuten gelang es den Fürstenwaldern nicht ganz unverdient das Spiel zu drehen. Nach präzisem Pass in die Spitze war Dries Corstjens deutlich vor dem herauslaufenden Nikolas Tix am Ball und konnte problemlos quer auf den zentral völlig blank mitgelaufenen Manasse Eshele passen. Der hatte dann nur noch das leere Tor vor sich und durfte mit dem Ball am Fuß ins verwaiste Luckenwalder Tor laufen und so den Ausgleich besorgen. Und als es der Luckenwalder Defensive nur wenig später nicht gelang, das Leder entscheidend zu klären, durfte Kilian Pascal Zaruba auf den agilen Max Winter zurück passen, der aus halbrechts problemlos zur verdienten Gästeführung einschob (59.). 

Keine echten Ideen beim FSV 63

Die Platzherren setzten dann zwar bald alles auf eine Karte, wirkten aber planlos und wurden lediglich bei Distanzschüssen, so der inzwischen im Mittelfeld agierende Daniel Becker in der 68. Minute, gefährlich. Die Gäste hätten in der 85. Minute sogar schon fünf Minuten vor dem Abpfiff des korrekt und unauffällig agierenden Schieris Henry Müller den Deckel drauf machen können. Doch Lukas Stagge traf nach überlegtem Zuspiel Manasse Esheles frei auf das Tix-Tor zulaufend aus etwa zwölf Metern nur den Pfosten.

50-Punkte-Marke erreichbar?

Die Luckenwalder haben nunmehr zwar noch am kommenden Samstag beim BAK, gegen Altglienicke am 08. Mai zu Hause und beim 1. FC Lok am letzten Spieltag (15. Mai) drei Möglichkeiten, um die 50-Punkte-Marke vielleicht doch noch zu knacken. Das dürfte Michael Braune und seinem Team gegen die Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel allerdings ungleich schwerer fallen. 

Aber vielleicht gelingt der Truppe mit der dann hoffentlich zurück gefundenen Mentalität doch noch die eine oder andere Überraschung. 

FSV 63 Luckenwalde: Nikolas Tix – Stefan Rankic, Edgar Budde (ab 80. Benjamin Nwatu), Tobias Francisco – Dennis Rothenstein (ab 64. Tom Worm), Christian Flath, Lucas Vierling (ab 64. Phil Butendeich), Aaron Bogdan, Julius Frederik Schmahl –  Daniel Becker, Till Plumpe  

Union Fürstenwalde: Marcin Staniszewski  – Leonard Zeqiri (ab 46. Adrian Jarosch), Manasse Eshele (ab 89. John Gruber), Finn Berk, Connor Klossek  – Tom Weiß, Kilian Pascal Zaruba, Max Winter (ab 89. Glen Habimana) – Dries Corstjens (ab 82. Lucas Arnold), Lukas Stagge, Jeremy Postelt

SR: Henry Müller

Zuschauer: 314

Tore: 1:0 (19. Foulstrafstoß) Tobias Francisco, 1:1 (57.) Manasse Eshele, 1:2 (59.) Max Winter          

Gelbe Karten:      Rankic (16.), Flath (34.), Francisco (50.), Tix (57.), Schmahl (88.)       (Luckenwalde)

                        Postelt (69.), Eshele (84.), Winter (88.), Staniszewski (94.)                (Fürstenwalde)

Beste Spieler:  Bogdan (Luckenwalde)

                         Eshele, Winter, Stagge (Fürstenwalde)

Fred Krüger                     


Pressekonferenz


Zusammenfassung von OstSport.TV

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