Kann der FSV noch gewinnen

FC Viktoria 1889 Berlin – FSV 63 Luckenwalde 0:0 (0:0)

Ähnlich wie die U23 der Hertha vor gut einer Woche war der FC Viktoria für viele Luckenwalder vor dem Samstagspiel gegen den FSV 63 wie eine Wundertüte. Als Absteiger aus der 3. Liga hätte man die Berliner einerseits vor der Saison in der Tabelle viel weiter vorn erwartet. Nach dem immensen Aderlass mit sage und schreibe 20 zum Großteil gewollter Abgänge und der neuen Ausrichtung, in erste Linie doch wieder konsequent auf die sehr gute Nachwuchsarbeit bei den Himmelblauen zu setzen, ist der gegenwärtige Platz in den unteren Tabellenregionen andererseits doch nicht so ganz unerwartet. 

Aber auch bei den Luckenwaldern hatte man ja nach der überragenden letzten Saison nicht unbedingt mit der gegenwärtigen Platzierung in der Tabelle gerechnet. Daher war das auch von FSV-Coach Michael Braune öffentlich formulierte Vorhaben, am Samstag die drei Punkte aus Berlin mitnehmen zu wollen absolut nachvollziehbar – und auch möglich.

Erste Hälfte zugunsten der Gäste

Die ersten knapp 15 Minuten gehörte der Viktoria. Nikell Touglo hatte nach deren erste Ecke sogar die Viktoria-Führung auf dem Fuß. Sein Aufsetzer landete aber deutlich über dem FSV-Tor, so dass André Thoms nicht eingreifen musste (12.).

Danach diktierte aber die Braune-Truppe das Spiel. Die Viktoria kam bis zur Halbzeitpause nur noch sporadisch aus der eigenen Hälfte. Vor allem die beiden lauf-und dribbelstarken Phil Butendeich und Tim Göth leiteten meist über außen die ersten verheißungsvollen Möglichkeiten für die Gäste ein. Eine Eingabe Tim Göths vom rechten Flügel nahm Till Plumpe aus ca. zwölf Metern direkt, jagte das Leder aber deutlich über das Tor (20.).

Die Viktorianer zeigten sich bei der Wahl ihrer Mittel nicht zimperlich. Allein vier ihrer sechs gelben Karten kassierten sie nach Fouls oder Festhalten gegen die beiden schnellen FSV-Kicker.

In der 28. Minute schien dann aber doch die Luckenwalder Führung fällig. Nach geschicktem Dribbling Phil Butendeichs über links durfte zunächst Tim Göth aus zentraler Position Maß nehmen. Doch ebenso wie dessen Schuss von Tobias Gunte wurde auch der folgende von Daniel Becker noch vor der Linie von Nikell Touglo aufgehalten. Die abschließende letzte Nachschussmöglichkeit für Till Plumpe wurde bereits im Ansatz unterbunden. Ein geschickter Heber Leon Hellwigs in den Lauf Phil Butendeichs leitete die letzte FSV-Möglichkeit vor der Pause ein. Doch auch Butendeichs Abschluss aus etwa zwölf Metern landete unter Bedrängnis knapp über dem Kasten (42.).

Torgefahr – Fehlanzeige

Auch in den zweiten 45 Minuten diktierten die Gäste das Spielgeschehen ohne jedoch zu echten zwingenden Chancen zu kommen. Auf der anderen Seite lauerten die Platzherren auf Fehler in der FSV-Defensive oder kamen nach Standards zu Chancen. So lag der Ball nach der 3. Viktoria-Ecke in der 57. Minute sogar im FSV-Tor. Berk Inaler hatte aber, nachdem André Thoms das Leder mit toller Reaktion aus dem Winkel kratzen musste, bei seinem letzten Zuspiel aus dem Abseits eingegriffen. 

Weitere nennenswerte Chancen waren auf beiden Seiten Fehlanzeige. Als dann aber in der Nachspielzeit und wiederholtem Sturmlauf Tim Göths die Viktoria-Defensive auch die letzte gute Eingabe entscheidend klären konnte, war das siebente Remis der Luckenwalder am 13. Spieltag perfekt. 

In Berlin stand für die Braune-Schützlinge damit hinten zum ersten Mal in dieser Saison die Null, auf den ersten Sieg muss man aber weiterhin warten.

Ausblick

Nach dem Achtelfinalspiel am kommenden Samstag um 16:30 Uhr beim FSV Union Fürstenwalde hat die FSV-Mannschaft am Freitag, den 25.11. um 19:00 Uhr gegen die in der Tabelle unmittelbar hinter dem FSV 63 rangierenden Tennis Borussen. Sollte der Braune-Truppe dann endlich der erste Saisonerfolg gelingen, könnte das für die verbleibenden drei Spiele bis zur Winterpause durchaus wegweisend sein. Doch dafür muss das nach wie vor gute spielerische Niveau in der Mannschaft endlich auch wieder in Tore und Siege münden!

Die Unterstützung aber auch die Erwartung des Luckenwalder Anhangs ist dabei garantiert.                        

Viktoria : Marcel Köstenbauer – Nikell Touglo, Mladen Cvjetinovic, Fatih Baca – Oliver Maric, Berk Inaler, Moritz Seiffert – Diren-Mehmet Günay (ab 67. Jeronimo Mattmüller), Shalva Ogbaidze,  – Tobias Gunte, Batikan Yilmaz (ab 46. Phil Harres)  

FSV 63 Luckenwalde: Andre Thoms – Stefan Rankic, Lucas Vierling, Tobias Francisco  – Tim Göth, Leon Hellwig, Christian Flath (ab 71. Pascal Borowski), Philip Einsiedel (ab 71. Luca Dahlke) – Daniel Becker –  Phil Butendeich (ab 86. Ian Kroh), Till Plumpe (ab 78. Dennis Rothenstein) 

SR: Max Bringmann (Bad Lausick)

Zuschauer: 367

Tore: —             

Gelb: Touglo (4.), Maric (18.), Ogbaidze (45.), Cvjetinovic (54.), Baca (55.), Inaler (62.)    Viktoria    

          Butendeich (32.), Francisco (68.) FSV 63

Beste Viktoria-Spieler: Nikell Touglo, Berk Inaler  

Beste FSV-Spieler:  Andre Thoms, Leon Hellwig, Tim Göth 

Fred Krüger       


Pressekonferenz


Zusammenfassung FSV 63 Luckenwalde Fan-Projekt


Zusammenfassung OSTSPORT.TV