FSV 63 Luckenwalde – Tennis Borussia Berlin 0:1 (0:1)

Erstmals seit Jahrzehnten traf eine Luckenwalder Mannschaft auf die Tennis Borussen aus Berlin. Und nicht nur deshalb, sondern bestimmt auch wegen der unnötigen Auswärtsniederlage eine Woche zuvor beim VfB Auerbach hatten sich Michael Braune und sein Team ohne den spielstarken Kontrahenten zu unterschätzen einiges vorgenommen.

Bei kurz nach dem Anpfiff einsetzendem starken Regen wurde aber schnell deutlich, dass der Respekt des FSV vor der Spielstärke der Gäste nicht ganz unbegründet war. Der einmal mehr bis zu seinem verletzungsbedingten Ausfall auffälligste FSV-Kicker Lucas Vierling prüfte nach zehn Minuten TB-Keeper Karl Albers zwar nach zehn Minuten ein erstes Mal und eine erste sehenswerte Kombination über Pascal Borowski, Freddy Schmahl und Lucas Vierling verpassten sowohl Dennis Rothenstein sowie Tim Göth auch nur knapp (11.). 

Erste Halbzeit

Dann nahm Rico Gladrow bei mittlerweile strömendem Regen in der 19. Minute aber genau Maß und vollendete flach und platziert aus etwa 25 Metern zum zu diesem Zeitpunkt doch noch etwas überraschenden Führungstreffer der Gäste.

Diese Führung verdienten sich die Gäste dann im Laufe der ersten Halbzeit durch ihre recht couragierte Spielweise. Dennis Rothensteins Kopfballverlängerung nach einem Becker-Freistoß verfehlte zwar nur knapp das Gästetor (23.), die Chance Junge-Abiols mittels Kopfball völlig frei stehend nach Flanke Memas in der 31. Minute war aber mindestens genauso hochkarätig.

Zwischenzeitlich musste FSV-Schlussmann André Thoms bei mehreren straffen und flachen Distanzschüssen stets auf der Hut sein um seine Mannschaft weiter im Spiel zu halten. 

Spätestens in der 37. Minute gingen die Chancen der FSV-Mannschaft für die verbleibende knappe Stunde Spielzeit doch noch zu Punkten zu kommen gegen Null. Nachdem Benyas Junge-Abiol nach einem hohen Ball Tobias Francisco entwischt war und der FSV-Kicker beim Versuch doch noch zu klären, den Gäste-Angreifer zu Fall brachte, sah Francisco nach dieser Aktion die rote Karte. Wenn der sehr junge Schieri Niclas Rose im Laufe des Spiels auch seine anfängliche eigentlich zu großzügige Linie verließ und sich mit zahlreichen strittigen Entscheidungen den Unmut des Luckenwalder Publikums nicht ganz zu Unrecht zuzog, war dieses Rot gegen Francisco unstrittig. 

Die Braune-Elf gab sich allerdings lange noch nicht geschlagen. Ein Direktschuss Pascal Borowskis nach Zuspiel Tim Göths aus 20 Metern verfehlte das Gästetor nur sehr knapp (40.).

Unterzahlspiel

In den zweiten 45 Minuten hielten die zehn Luckenwalder ihre Mannschaft zwar bis zum Abpfiff im Spiel aber natürlich kamen die Gäste zu mehreren sehr guten Chancen, die durchaus zu einer Vorentscheidung hätte führen können. So hatten sowohl Rico Gladrow in der 62. und Tahsin Cakmak in der 63.Minute die Möglichkeiten mit dem zweiten Gästetreffer für eine Vorentscheidung zu sorgen.

Als Aleksandar Bilbija dann in der 75.Minute Lucas Vierling in Höhe der Mittellinie böse foulte, die der Borusse später selbst als rotwürdig bezeichnete sich aber auch nach dem Spiel bei Lucas Vierling ehrlich entschuldigte, hätte Schieri Rose bei gebotener Konsequenz ein zweites Mal rot zeigen müssen. Er beließ es aber bei einer schmeichelhaften gelben Karte für Bilbija, wodurch die Luckenwalder die Aufholjagd in der verbleibenden Viertelstunde weiter in Unterzahl bestreiten musste.

Ausfall Vierlings schmerzt

Die letztlich unglückliche aber keinesfalls unverdiente erneute Niederlage hinzunehmen, fiel den FSV-Akteuren letztlich nicht so schwer wie die Tatsache, dass sie mit der vermutlich langfristigen Verletzung Vierlings in den kommenden Wochen auf einen weiteren sehr wichtigen Akteur verzichten müssen. Michael Braune erinnerte aber auch nach dem Spiel nochmal daran, dass die Hauptaufgabe für seine Mannschaft nach wie vor Klassenerhalt lautet. Und da befindet sich sein Team trotz des nunmehrigen Abschieds aus den oberen Tabellenregionen wegen mehrerer überragenden Leistungen bis zum 13. Spieltag weiterhin auf einem sehr guten Weg.

Natürlich hat man auch in der kommenden Woche in Fürstenwalde das Ziel, erneut spielerisch zu überzeugen und so vielleicht für ein weiteres Erfolgserlebnis zu sorgen. Die Unterstützung der Luckenwalder Anhänger ist der FSV-Mannschaft dabei sicher gewiss.                      

FSV 63 Luckenwalde: André Thoms – Stefan Rankic, Marcel Hadel, Tobias Francisco – Tim Göth (ab 57. Phil Butendeich),  Lucas Vierling (ab 77. Gottschick), Christian Flath, Daniel Becker, Pascal Borowski (ab 57. Till Plumpe) –  Julius Frederik Schmahl (ab 88. Ian Kroh), Dennis Rothenstein (ab 57. Aaron Bogdan)

Tennis Borussia: Karl Albers – Lirim Mema, Cedric Mvondo Mvondo, Aleksandar Bilbia, Youssef Sakran – Rico Gladrow, Tim Oschmann, Tahsin Cakmak (ab 90. Maximilian Stahl) – Fabrice Montcheu (ab 77. Efe Önal), Will Andreson Siakam, Benyas Junge-Abiol

SR: Niclas Rose

Zuschauer: 450

Tore: Rico Gladrow (19.)

Rote Karte:       Tobias Francisco (37.) (Luckenwalde)   

Gelbe Karten:  Flath (43.), Rankic (66.), Bogdan (75.), Becker (79.) (Luckenwalde)

                         Bilbia (75.), Gladrow, Sakran, Önal92.) (Tennis Borussia)

Beste Spieler:    Thoms, Vierling (Luckenwalde), Sakran , Gladrow, Junge-Abiol (Tennis Borussia)

Fred Krüger


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