VSG Altglienicke
FSV 63 Luckenwalde
2:0 (36.) Jonas Saliger
3:0 (62.) Dominik Schickersinsky
3:1 (81. Foulstrafstoß) Fabio Schneider
Vor dieser Freitagabendbegegnung des 14.Spieltages zwischen der mit zahlreichen Hochkarätern klar favorisierten VSG Altglienicke als Tabellensechster und dem Tabellenletzten FSV 63 Luckenwalde gab es hinsichtlich des Spielverlaufs vermutlich keine zwei Meinungen. Die vor der Saison als Meisterschafts- und Aufstiegsaspirant schlechthin gehandelten Berliner galten als haushoher Favorit bei Regen auf dem allerdings sehr gut präparierten Geläuf in der Fürstenwalder Spree-Arena.
Torwartfehler führt zur Führung
Doch mit Spielbeginn versteckten sich die Müller-Schützlinge aus Luckenwalde ganz und gar nicht. Vor allem der lauf- und einsatzstarke Niklas Kaus wußte mit einigen Dribblings und Vorstößen in die Spitze zu gefallen.
Dennoch hatten die gastgebenden Altglienicker mehr Ballbesitz und optisch leichte Feldvorteile. Doch weder ein Distanzschuss Noah Can Kardams (8.) noch ein 25-Meter-Freistoß Jonas Saligers stellte FSV-Schlussmann Jasper Kühn vor all zu große Probleme.
Die Altglienicker Führung wurde dann durch einen individuellen Fehler des Luckenwalder Keepers eingeleitet. Nach einem Rückpass versprang ihm der Ball, VSG-Sturmführer Jonas Nietfeld deckte das Leder geschickt ab um ihn auf den blank stehenden Jonas Hartl zurück zu spielen. Der hatte wiederum keine Mühe das Leder aus etwa 15 Metern im verwaisten Tor der Gäste unterzubringen -1:0 (22.).
VSG abgezockt
Bis zu diesem Zeitpunkt waren weder klare Chancen auf der einen noch auf der anderen Seite zu registrieren!
Nur knapp fünf Minuten später kamen die Gäste zu einem ähnlichen Hochkaräter. Fabio Schneider hatte Julian Mätzke auf dem rechten Flügel steil geschickt. Der gewann auch das Laufduell gegen den aus seinem Tor eilenden Luis Klatte und versuchte aus etwa 25 Metern ebenfalls zu vollenden. Doch die zurück gelaufenen VSG-Kicker klärten das Leder noch problemlos vor der Linie.
Mit dem zweiten Altglienicker Treffer in der 36. Minute nach deren dritter Ecke verlief das Spiel so langsam in den erwarteten Bahnen. Jonas Kühn konnte das Leder zwar noch per Kopf klären, allerdings nur bis zu dem hinter der Strafraumgrenze blank stehenden Jonas Saliger. Der zog vehment von der Strafraumgrenze ab und ließ dem Luckenwalder Schlussmann mit dem noch leicht abgefälschten Ball keine Chance – 2:0.
Chancen auch auf Gästeseite
Kurz vor dem Pausenpfiff hätten die Gäste vom Ergebnis her nochmal zurück kommen können. Niklas Kaus hatte sich einmal mehr auf dem linken Flügel mit starkem Antritt durchgesetzt und fand mittels Querpass Felix Pilger. Der konnte sich nach gelungener Ballannahme zwar geschickt gegen Sven Sonnenberg durchsetzen und hatte nur noch Keeper Klatte vor sich. Mit dem satten Abschluss aus etwa acht Metern jagte er das Leder aber nicht nur über den VSG-Schlussmann sondern auch über das Tor der Gastgeber.



Knipser fehlt
Auch nach dem Seitenwechsel wirkten die Gäste zunächst recht entschlossen. Aber bald wurde das gegenwärtig größte Manko der Müller-Truppe deutlich. Der FSV hat niemand in den eigenen Reihen, der die teils guten Chancen auch mal rein macht.
In der Effektivität beim Torabschluß waren die Gastgeber dem FSV um Längen voraus. Bestes Beispiel der VSG-Treffer zum nunmehr deutlichen 3:0. Noah Can Kardam wurde auf dem linken Flügel steil geschickt. Die flache Hereingabe in den Rücken der FSV-Deckung erreichte Jonas Nietfeld. Dessen Schußversuch konnte Jonas Kühn zwar noch abblocken. Gegen den trockenen Nachschuß des lauffreudigen Dominik Schickersinsky hatte sein Namenvetter im FSV-Tor aber keine Abwehrchance – 3:0 (62.).
Mit dieser klaren Drei-Tore-Führung im Rücken befanden sich die VSG-Kicker natürlich auf der Siegerstraße und ließen nun Ball und Gegner laufen.
Und doch bekamen die Gäste nochmal die Gelegenheit zur Resultatsverbesserung.
Ergebniskosmetik
Auch VSG-Schlußmann Luis Klatte war nach einem Rückpass der Ball etwas versprungen. Er konnte zwar noch vor dem nachsetzenden Fabio Schneider klären, brachte aber eben auch seinen Gegenüber mit gestrecktem Bein zu Fall. Den fälligen Strafstoß vollendete der erneut auffällig agierende FSV-Mittelfeld-Lenker schließlich problemlos und gestaltete das Ergebnis aus Luckenwalder Sicht ein klein wenig freundlicher.

Mit der verpassten Möglichkeit sogar noch zum Anschlusstreffer zu kommen, Zamzow setzte einen Kopfball nach Jacobi-Flanke deutlich neben das Tor, wurden die gegenwärtigen Defizite der Luckenwalder nochmal deutlich. Ihnen fehlt ein Knipser. Die VSG hingegen machte aus ähnlich vielen Chancen immerhin drei Tore und zeigte sich effektiv und abgezockt.
Aufstellung

VSG Altglienicke
Luis Klatte – Jonas Hartl (ab 75. Philip Türpitz), Sven Sonnenberg, John Anthony Brooks (ab 65. David Kebe), Noah Can Kardam – Anthony Barylla, Biyan Kizildemir (ab 75. Tolga Cigerci), Tim Rieder – Dominik Schickersinsky, Jonas Nietfeld (ab 65. Filip-Mihai Ilie), Jonas Saliger (ab 65. Ted Jonathan Tattermusch)

FSV 63 Luckenwalde
Jasper Kühn – Till Jacobi, Quentin Seidel, Sofiene Rachid Jannene, Jonas Kühn – Julian Mätzke (ab 46. Lucas Will), Phil Butendeich (ab 73. Theodor Sakoufakis), Fabio Schneider, Niklas Kaus (ab 62. Janosz Heidrich), Len Neumann (ab 73. Luca Dahlke)) – Felix Pilger (ab 46. Claas Leon Zamzow)
Tore
- 1:0 (22.) Jonas Hartl
- 2:0 (36.) Jonas Saliger
- 3:0 (62.) Dominik Schickersinsky
- 3:1 (81. Foulstrafstoß) Fabio Schneider
Gelbe Karten
- VSG: Kizildemir (19.), Schickersinsky (32.), Klatte (80.)
- FSV: Kaus (16.), Schneider (74.), Sakoufakis (79.)
Beste Spieler
- VSG: Dominik Schickersinsky, Biyan Kizildemir, Jonas Saliger
- FSV: Jonas Kühn, Fabio Schneider, Niklas Kaus
Videos zum Spiel








































