FC Rot-Weiß Erfurt – FSV 63 Luckenwalde 2:1 (0:0)
Nach erstem respektvollen Abtasten konnten die Luckenwalder sogar die erste verheißungsvolle Aktion verbuchen. Fabio Schneider durfte nach geschickter Ballmitnahme vom linken Flügel auf den zweiten Pfosten flanken, wo Mike Bachmanns Direktabnahme allerdings von Pablo Santana Soares entscheidend geblockt wurde. Dann gewannen die Rot-Weißen aber nach und nach die Oberhand und kamen durch die auffälligen Benjika Caciel, Phillip Aboagye und Neuzugang Stansislav Fehler zu ersten gefährlichen Offensivaktion. Bei Fehlers Abschluß nach Rückpass Aboagyes von der Grundlinie hatten das Stadion gar sogar schon den Torschrei auf den Lippen. Das Leder landete aber nur am Außennetz.
Danach verflachte das Geschehen bei leichten optischen Vorteilen für die Thüringer etwas. Aber Lucas Will bekam nach 38 Minuten, nachdem Benny Boboy das Leder vertändelt hatte, eine Abschlussmöglichkeit. Sofiana Ikene blockte aber den gut liegenden Torschuß von der Strafraumgrenze.
Halbzeit zwei
Die Auftaktminuten nach dem Seitenwechsel waren bis auf einen 18 m – Freistoß Fehlers auch nicht von übermäßig vielen Strafraumszenen geprägt. Als Tim Luis Maciejewski aber in der 57. Minute nach weitem Einwurf aus gut 15 Metern genau Mass nahm, musste sich Lorenz Otto im Erfurter Tor schon sehr lang machen um Arges für sein Team zu verhindern.
Dann nahm aber die Erfurter Dominanz, offensichtlich durch die Einwechslungen Laurenz Dehls und Robbie Felßbergs in der 68. Minute begünstigt, von Minute zu Minute zu. Hinzu kamen individuelle Fehler in der Luckenwalder Defensive. Folgerichtig ließ der Erfurter Führungstreffer nicht mehr lange auf sich warten. Laurenz Dehl tanze Mike Bachmann aus und flankte butterweich auf den zweiten Pfosten, wo Robbie Felßberg gegen seine beiden Gegenspieler im Kopfballduell deutlich dominierte. Obed Chidindu Ugondu hatte keine Mühe das Leder aus Nahdistanz zum ersten Erfurter Saisontor über die Linie zu drücken und war außerdem durch Remo Merkes Zurücklaufen begünstigt, wodurch er nicht im Abseits stand. Die Rot-Weißen verdienten sich in der Schlussviertelstunde ihre Führung mehr und mehr und ließen schließlich durch ihren auffälligsten Akteur Phillip Aboagye zunächst in der 78. Minute einen Pfostenschuss aus Nahdistanz und in der ersten Nachspielminute den zweiten Erfurter Treffer folgen. Nachdem der Torschütze sich zunächst gegen Koplin durchgesetzt hatte und anschließend auch nicht durch Remo Merke zu stellen war, jagte er das Leder platziert von der Strafraumgrenze ins FSV-Tor. Dieses zweite Rot-Weiß-Tor war aus Luckenwalder Sicht deshalb tragisch, da Sofiene Jannene nach der vierten FSV-Ecke per Kopf sogar noch der Anschlußtreffer für den FSV gelang, der kühne Optimisten im kleinen FSV-Lager gar noch auf den Ausgleich hoffen ließ. Der wäre aber in Anbetracht der klaren Erfurter Feld- und Chancenvorteile doch recht schmeichelhaft gewesen.
Fazit
Letztlich war der Erfurter Sieg ohne Wenn und Aber verdient. Wäre es den Luckenwaldern aber gelungen, ihre selbstbewußten Vorstellungen aus den Vorbereitungsspielen auf das Spielfeld zu bringen, wäre vielleicht ein besseres Ergebnis möglich gewesen.
AUFSTELLUNG
GELBE KARTEN:
- Erfurt: Boboy (59.)
- FSV 63: König (70.)
BESTE SPIELER:
- Erfurt: Stanislav Fehler, Phillip Aboagye, Obed Chidindu Ugondu
- FSV 63: Andreas Dennis Pollasch, Sofiene Rachid Jannene
Bericht von Fred Krüger





























