BSG Stahl Brandenburg
FSV 63 Luckenwalde
BSG Stahl Brandenburg – FSV 63 Luckenwalde 1:0 (0:0)
Der FSV 63 hat gegenwärtig nach vielen erfolgreichen Jahren sehr unruhige Zeiten durchzumachen. Nach einer Serie von vier Punktspiel-Niederlagen in Folge und dem Rücktritt des gerade mal zwei Monate im Verein tätigen Patrick Weiser aus gesundheitlichen Gründen lechzte der Verein und insbesondere die erste Mannschaft geradezu durch sportliche Erfolge wieder zu unbedingt erforderlicher Selbstsicherheit und damit in ruhigeres Fahrwasser zurückzukehren.
Und obwohl der FSV 63 in den letzten Jahren häufig schon früh im Pokal die Segel streichen musste, erinnert sei da nur an das Ausscheiden im vergangenen Jahr beim Oranienburger FC Eintracht, sollte dieses erste Pokalspiel in dieser Saison am vergangenen Samstag beim Brandenburgligisten BSG Stahl Brandeburg genutzt werden, um wieder mal ein Spiel zu gewinnen. Es passt leider ins gegenwärtige Bild, dass selbst dieser Plan nicht aufgegangen ist.
Das Spiel
Im Stadion am Quenz dominierten die dieses Mal von Lukas Müller gecoachten FSV-Kicker vor knapp 300 ihr Team bedingungslos anfeuernden Brandenburger Fans über weite Strecken auch erwartungsgemäß das Spielgeschehen. Doch gegen die tief stehenden Platzherren agierten die Gäste viel zu pomadig und unbeholfen und konnten ihre optische Überlegenheit kaum einmal zu nennenswerten Chancen zu nutzen.

Lediglich Fabio Schneider wusste in der Offensive im Luckenwalder Mittelfeld mit Dribblings, einigen klugen Pässen und Freistößen zu gefallen und für wenige brenzlige Situationen vor dem Stahl-Gehäuse zu sorgen. Und wenn die Gäste doch mal zu gefährlichen Abschlüssen oder Flanken kamen, wurden sie eine sichere Beute des aufmerksamen Martin Titze im Stahltor.








Wenn sich den Gastgebern hin und wieder die Möglichkeit bot mit Kontern über den schnellen Ben Dayan Bleiß für Gefahr vor dem von Jasper Kühn gehüteten FSV-Tor zu sorgen, hatte Luca Dahlke einige Male durchaus Mühe die Situationen im Ansatz zu entschärfen. Ansonsten war auch der FSV-Keeper stets im Bilde.
Mit zunehmender Spielzeit gelang es den weiter anrennenden FSV-Kickern immer seltener für wirkliche Gefahr für das Tor der Gastgeber zu sorgen. Man stellte sich bereits auf eine Verlängerung der regulären 90 Minuten ein, als es der Luckenwalder Defensive nicht gelang das von der Stahl-Elf vom rechten Flügel ins Angriffszentrum gespielte Leder entscheidend zu klären. Schließlich durfte der eingewechselte ehemalige Luckenwalder Benjamin Nwatu aus gut zwölf Metern recht ungehindert abziehen. Gegen seinen satten und platzierten Abschluss hatte Jasper Kühn keine Abwehrchance und musste so das vielumjubelte Siegtor für die Brandenburger hinnehmen.
Keine Zeit für hängende Köpfe
Die FSV-Elf hatte letztlich das Nachsehen, da es ihr in mehr als 90 Minuten nicht gelungen war, ihre über weite Strecken optische Überlegenheit zu gefährlichen Chancen und letztlich zur Führung zu nutzen.
Dass sich die Brandenburger als krasser Außenseiter natürlich erstmal auf die Absicherung des eigenen Tores konzentrierten und die Räume, für die leider viel zu einfallslos agierenden FSV-Kicker eng machen würden, war durchaus zu erwarten. Mal ein Gegentor zu kassieren ist immer möglich, in der gegenwärtigen Situation für die Luckenwalder aber fatal.
Die schwere Auswärtspartie des FSV in der Regionalliga am kommenden Samstag beim haushohen Favoriten FC Erzgebirge Aue nun als Brustlöser für die Rückkehr zu besseren Zeiten zu nutzen, erscheint leider sehr unwahrscheinlich. Dennoch hofft der Verein auf die Unterstützung ihrer Anhänger. Nicht nur in erfolgreichen, sondern gerade in derart schwierigen Zeiten ist die Unterstützung für den Verein mehr denn je gefragt!
Aufstellung

BSG Stahl Brandenburg
Martin Titze – Max-Bennet Säger (ab 65. Benjamin Nwatu), Adrian Jaskola, Justin Inter, Elias Große – Erik Sauer – Timm Renner, Marvin Gründler, Philip Einsiedel (ab 79. Moritz Droate) – Ben Dayan Bleiß, Paul Kämmerer (ab 65. Dominic Kanyi)

FSV 63 Luckenwalde
Jasper Kühn – Quentin Seidel, Andreas Pollasch, Jonas Kühn – Clemens Koplin (ab 90. Janosz Heidrich), Fabio Schneider, Tim Blaszcak, Julian Mätzke (ab 73. Lucas Will), Luca Dahlke – Till Jacobi, Felix Pilger (ab 73. Claas Leon Zamzow)
Tore
- 1:0 (90.) Benjamin Nwatu
Gelbe Karten
- BSG: Große (39.), Jaskola (49.) Inter (68.)
- FSV: Seidel (37.), Koplin (65.)
Beste Spieler
- BSG: Martin Titze, Adrian Jaskola, Ben Dayan Bleiß
- FSV: Fabio Schneider


















































































