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Herber Dämpfer auf dem Weg zum Klassenerhalt

02. August 2026 5 Min. 3
Spielinfos
RSV Eintracht 1949 Teltow
3:0 (2:0)
FSV 63 Luckenwalde
WettbewerbRegionalliga Nordost Spieltag2. Spieltag Datum01.08.26 / 14 Uhr StadionPeussenstadion Zuschauer318 SchiedsrichterBenjamin Strebinger (Schleusingen)
Tore: 1:0 (29. Eigentor) Niklas Kaus
2:0 (34.) Ernes Smailovic
3:0 (72.) Endi Jupolli

Hoffnung vor dem Gastspiel

Nach dem Auftaktspiel gegen Vorjahresmeister Lok Leipzig zum Saisonauftakt ernteten die Luckenwalder trotz der Niederlage und der deutlichen Dominanz der Sachsen manch lobendes Wort und Anerkennung für ihren Auftritt.

Nicht nur deshalb war man am vergangenen Samstag sicher mit dem Vorsatz gegen den Liga-Neuling RSV Eintracht 1949 angetreten um Zählbares aus dem Süden Berlins mitzubringen. Unterschätzt haben sollten die Weiser-Schützlinge ihren Kontrahenten dabei eigentlich nicht, wußten die Randberliner doch zum Auftakt der jüngsten Vorbereitungsphase beim torlosen Remis in Ruhlsdorf gegen den FSV durchaus zu überzeugen.

Und dennoch dürften die relativ zahlreich ins Stadion des BFC Preussen angereisten Luckenwalder Anhänger schon lange nicht mehr so enttäuscht gewesen sein wie nach diesem Spiel gegen einen vermeintlichen Aussenseiter.

Herber Dämpfer auf dem Weg zum Klassenerhalt 1

Ausgeglichener Beginn, dann der Rückstand

Zunächst schienen die Gäste das Geschehen im Griff zu haben und waren um einen geordneten Spielaufbau bemüht. Nennenswerte Offensivaktionen der Pilger, Butendeich und Co. waren trotz allem Mühens aber nicht zu registrieren. Auch den Gastgebern gelang es zunächst nicht für Gefahr für das wieder von Kevin Tittel gehütete FSV-Tor zu sorgen.

Das änderte sich schlagartig in der 29.Minute, nachdem Ali Kasola das Leder nur ungenau ins Zentrum gepasst hatte und Jonas Kühn das Leder scheinbar problemlos aus der Gefahrenzone schlagen wollte. Doch bei dieser Abwehraktion traf er Mitspieler Niklas Kaus so unglücklich, dass sich der Ball letztlich für Kevin Tittel unerreichbar ins Tor senkte -1:0.

Zugegeben hinsichtlich des Zustandekommens ein äußerst unglückliches Gegentor für die Luckenwalder. Doch danach schien das Selbstvertrauen der Stahnsdorfer deutlich zu steigen, die Gäste wirkten hingegen wie erstarrt, ließen sich zumindest offensiv herzlich wenig einfallen und ließen in der Defensive jegliche Souveränität vermissen.

Der nur wenig später fallende Treffer zum 2:0 war Ausdruck dessen. Nathanael Kukanda durfte relativ ungestört ins Angriffszentrum passen, wo Isma Baraze Adam gekonnt auf seinen Kapitän Ernes Smailovic ablegen konnte. Der laufstarke und auffällig agierende Kapitän der Gastgeber durfte so zur Erhöhung der Führung einschießen (34.).

Auf der anderen Seite waren lediglich ein Distanzschuß des engagiert, aber glücklos spielenden Phil Butendeichs in der 37.Minute sowie ein Kopfball Sofiene Jannenes kurz vor dem Pausenpfiff zu verbuchen. Gefahr für das von Felix Güldner gehütete RSV-Tor war dadurch allerdings nicht entstanden. Im Gegenteil, Ernes Smailovic zwang mit einem Distanzschuß aus gut 30 Metern nochmal den glänzend reagierenden Kevin Tittel, der so zumindest einen nicht unmöglichen Drei-Tore-Rückstand zur Halbzeit verhinderte.

Überzahl bleibt ungenutzt

Nach dem Seitenwechsel schienen sich die Vorzeichen aber schon bald zugunsten der Gäste zu wenden. Ali Mohammed Kasola hatte bereits in der 50.Minute nach wiederholtem Foulspiel die gelb-rote Karte gesehen, so daß die Weiser-Truppe fast eine Halbzeit lang Zeit hatte um den Zwei-Tore-Rückstand doch noch wettzumachen.

Dafür lies man sich allerdings im weiteren herzlich wenig einfallen.

Wer weiß, wie sich das Spiel weiter entwickelt hätte, wenn Schieri Strebinger nach einem Duell zwischen Tom Fron und dem zu Fall kommenden Julian Mätzke auf den Punkt gezeigt hätte. Nicht nur im Luckenwalder Lager sondern auch auf Gastgeberseite waren sich viele einig, dass ein Strafstoß nicht ungerechtfertigt gewesen wäre (60.). Nun, sowohl Schieri als auch sein noch besser postierter Assistent entschieden nicht auf Foulspiel. Aber immer noch blieb eine halbe Stunde Zeit für eine Resultatsverbesserung.

Jupolli sorgt für die Entscheidung

Zu wirklich zwingenden Einschußmöglichkeiten kamen die Gäste gegen die vielbeinige und mit Mann und Maus verteidigende RSV-Deckung aber nicht. Ja, die Stahnsdorfer drehten in der 72.Minute den Spieß sogar noch um.

Nach einem Konter flankte Nathanael Kukanda präzise von der linken Außenbahn. Den weiten Flugball nahm der eine Viertelstunde zuvor eingewechselte und am zweiten Pfosten einlaufende Endi Jupolli direkt und ließ mit seinem Abschluß unter die Latte Kevin Tittel keine Abwehrchance -3:0. Ein Luckenwalder Ausgleich schien bis dahin noch im Bereich des möglichen. Aber mit dem 3:0 war der Drops gelutscht. Kurz danach zwang Ernes Smailovic Kevin Tittel mit einem weiten Schlenzer von links sogar noch zur Parade! 

Letztlich mußten die Gäste natürlich alles auf eine Karte setzen. Aber weder ein Abschluß Andreas Pollaschs aus etwa 18 Metern (75.), noch ein 20-Meter-Freistoß Julian Mätzkes (77.) oder ein satter 12-Meter-Schuß Claas Leon Zamzows (82.), der vor der Linie von Ernes Smailovic abgeblockt wurde, sollten noch den Weg ins Stanhsdorfer Tor finden. Damit war die empfindliche und keinesfalls unverdiente 3:0-Niederlage für die Luckenwalder perfekt.

Alles in allem hatte der Aufsteiger das Glück des Tüchtigen und sich so nach und nach den vielleicht um ein Tor zu hohen Sieg verdient.

Zweifel und Blick nach Magdeburg

In Luckenwalde hingegen kommen bereits nach dem zweiten Spieltag Zweifel hinsichtlich der Regionalligatauglichkeit des Kaders auf. Doch in derartigen Situationen haben sich die Weiser-Schützlinge in den letzten Jahren zwar seltener, alles in allem aber doch schon desöfteren befunden.

Bereits am kommenden Dienstagabend hat der FSV schon bei der Reserve des 1.FC Magdeburg zum dritten Spieltag anzutreten. Eigentlich haben die Luckenwalder an das Gastspiel in der Börde vor einem Jahr sehr gute Erinnerungen, waren sie doch am 10.August des Vorjahres ebenfalls am dritten Spieltag nach Toren Lucas Wills kurz vor und Simon Gollnacks kurz nach der Halbzeit beim 2:1-Auswärtssieg überraschend erfolgreich. Große Illusionen, auch in diesem Jahr in Magdeburg ähnlich erfolgreich zu sein, hat man am Dienstagabend vermutlich nicht. Aber auch diese 90 Minuten müssen erstmal gespielt werden!

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Aufstellung

RSV Eintracht 1949 Teltow

Felix Güldner – Kajetan Herrmann, Aleksandar Bilbija, Jules Hasenberg, Tom Fron – Tim Göth (ab 56. Endi Jupolli), Dong Woo Kim, Ernes Smailovic, Nathanael Kukanda (ab 84. Luis Pohlenz) - Ali Mohammed Kasola, Isma Baraze Adam (ab 75. Joe Williams)

FSV 63 Luckenwalde

Kevin Tittel – Clemens Koplin, Sofiene Rachid Jannene, Jonas Kühn, Len Neumann (ab 63.Lucas Will) – Julian Mätzke, Fabio Schneider, Andreas Pollasch (ab 78. Janosz Heidrich), Niklas Kaus (ab 78. Quentin Seidel) - Phil Butendeich (ab 63. Luca Dahlke) – Felix Pilger (ab 46. Claas Leon Zamzow)

Tore

  • 1:0 (29. Eigentor) Niklas Kaus
  • 2:0 (34.) Ernes Smailovic
  • 3:0 (72.) Endi Jupolli

Gelbe Karten

  • RSV Eintracht 1949
  • Bilbija (4.),
  • Kasola (10.),
  • Güldner (53.),
  • Smailovic (58.)
  • Gelb -Rot: Kasola (50., wiederholtes Foulspiel)
  • FSV 63 Luckenwalde
  • Butendeich (67.)
  • Jannene (85.)

Beste Spieler

  • RSV Eintracht 1949
  • Ernes Smailovic
  • Aleksandar Bilbija
  • Nathanael Kukanda
  • FSV 63
  • Jonas Kühn
  • Clemens Koplin

Bericht von Fred Krüger

Videos zum Spiel

Video-Zusammenfassung & Pressekonferenz

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