FSV 63 Luckenwalde – 1. FC Lokomotive Leipzig 0:3 (0:2)

Der souveräne Tabellenführer aus Leipzig gab sich die Ehre in Luckenwalde. Dieser Umstand, das herrliche Frühlingswetter und mehr als zwei Monate winterliche Zwangspause hatten immerhin 1401 Zuschauer, darunter gut 400 aus der Messestadt, ins Seelenbinder-Stadion gelockt.

Und um es vorweg zu nehmen: am verdienten, vielleicht um ein, zwei Tore zu hohen Sieg des Tabellenführers gab es nichts zu deuteln. Laut Einschätzung von FSV-Coach Michael Braune nach dem Spiel hat man die Unterschiede zwischen einem Tabellenführer und dem Zehnten der Tabelle klar erkennen können. „Lok macht zum einen selbst sehr wenige Fehler, bestraft aber andererseits Fehler des Kontrahenten gnadenlos und zielstrebig.“ 

Guter Start des Gastgebers

Dabei war seine Mannschaft keineswegs chancenlos. Nach einigem Gewusel vor dem Lok-Gehäuse kam Tim Maciejewski bereits nach drei Minuten zum Abschluss, scheiterte aber am mit tollem Reflex reagierenden Andreas Naumann im Leipziger Kasten. Überhaupt waren die Gastgeber zunächst ganz gut drin im Spiel, wirkten aber bei ihren Offensivaktionen bald nicht mehr zwingend genug. Defensiv musste auch Florian Palmowski stets auf der Hut sein, um für seine Mannschaft die Null zu halten, so bei einer Grözinger-Ecke in der 6. Minute und kurz darauf bei einem Flachschuss Ayodele Adetulas. Hatte der FSV-Keeper noch Glück, als ein Kopfball Stefan Maderers nach weiterer präziser Grözinger-Flanke knapp über dem FSV-Tor landete (13.) so war er nach einer halben Stunde Spielzeit bei einem unglücklichen Eigentor von FSV-Kapitän Andreas Pollasch schließlich doch geschlagen – 0:1.

Als nach vierzig Minuten aber weder Fabio Schneider noch Jonas Kühn den auffälligen und laufstarken Dorian Cevis am platzierten Abschluß aus gut sechzehn Metern hindern konnten, waren die Gäste mit ihrem zweiten Treffer noch vor der Pause schon fast auf der Siegerstraße. Florian Palmowski hatte sich in seinem Kasten zwar lang gemacht, blieb gegen den platzierten Flachschuss des ehemaligen kroatischen U20-Nationalspielers jedoch machtlos – 0:2.

Lok präsentierte sich meisterlich 1

Kurz nach dem Seitenwechsel hätten die Platzherren bei etwas größerem Selbstbewusstsein und Cleverness sogar den Anschlusstreffer auf dem Fuss. Doch Mike Bachmann entschloß sich nach präzisem weiten Diagonalpass Jonas Kühns nicht zu eigenem erfolgsversprechenden Abschluss sondern zur Ablage auf den zentral mitgelaufenen Tim Maciejewski. Dieses Zuspiel war zu lang und die Chance zum frühen Anschlusstreffer war dahin (48.).

Luft raus

Mit zunehmender Spielzeit übernahmen dann wieder die Gäste die Spielkontrolle und hätten lediglich nach einem satten aber zu unplatzierten Abschluß Phil Butendeichs aus etwa zehn Metern in Gefahr raten können (78.). Doch dem nach anderthalb Jahren nach Luckenwalde zurück gekehrten Offensivkicker rutschte das Leder über den Schlappen, so dass der Auswärtssieg des Tabellenführers immer klarere Formen annahm. 

Dem setzte der nach gut einer Stunde eingewechselte Südkoreaner Mingi Kang sogar noch die Krone auf, als er nach Kopfballverlängerung Djamal Zianes kurz hinter der Mittellinie auf dem rechten Flügel davon zog, von Tim Schleinitz auch im Laufduell nicht mehr zu schlagen war und schließlich mit wuchtigem Abschluss aus spitzem Winkel den 0:3-Endstand besorgte (90.).

Fazit in der PK

Michael Braune sparte nach dem Abpfiff nicht mit Lob für den Tabellenführer: „Wir haben hier heute einen Lehrfilm gesehen, wie Spitzenfußball in der Regionalliga aussehen kann!“

Bereits am kommenden Mittwoch haben die Luckenwalder um 19:00 Uhr den nächsten ambitionierten Kontrahenten vor der Brust. Sie empfangen die Zweite vom Bundesligateam des 1. FC Magdeburg. Und die Bördestädter rangieren punktgleich allerdings mit der deutlich besseren Tordifferenz unmittelbar vor dem FSV.

Die Luckenwalder hatten die Hinrundenbegegnung in Magdeburg im August des Vorjahres nach Toren von Lucas Will und Simon Gollnack mit 2:1 gewonnen, werden diesen damaligen Erfolg aber bestimmt nicht überbewerten!       

AUFSTELLUNG              

FSV 63Florian Palmowski – Sofiene Rachid Jannene, Andreas Pollasch (ab 64. Matthew Till Meyer), Jonas Kühn – Mike Bachmann, Fabio Schneider, Tim Schleinitz, Tim Maciejewski, Tim Meyer (ab 64. Len Neumann) – Phillip König (ab 64. Niklas Kaus), Lucas Will (ab 64. Phil Butendeich)

Lok: Andreas Naumann – Tobias Dombrowa, Laurin Von Piechowski, Lukas Wilton, David Grözinger   – Farid Abderrahmane  (ab 68. Rilind Kabashi) – Eren Öztürk (ab 68. Mingi Kang), Dorian Cevis (ab 77. Christoph Maier), Alexander Siebeck (ab 82. Filip Kusic) – Stefan Maderer (ab 82. Djamal Ziane), Ayodele Max Adetula

Schiedsrichter: Pascal Wien (Berlin) 

Zuschauer: 1401

TORE:

  • 0:1 (30.) Andreas Pollasch (Eigentor)
  • 0:2 (40.) Dorian Cevis
  • 0:3 (90.) Mingi Kang 
GELBE KARTEN:
  • FSV: Will (33.)  
  • Lok: Abderrahmane (52.), Cevis (70.), Siebeck (71.), Kang (85.) 
BESTE SPIELER:
  • FSV 63: Sofiene Jannene, Tim Schleinitz
  • Lok: Dorian Ceviz, David Grözinger, Ayodele Max Adetula

Bericht von Fred Krüger

  • Lok präsentierte sich meisterlich 4
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Pressekonferenz

Rechte: 1. FC Lokomotive Leipzig


Zusammenfassung von OSTSPORT.TV


Danke

Danke an unseren Spieltagspartner: Autohaus Luckenwalde.