FSV 63 Luckenwalde – Chemnitzer FC 3:3 (0:3)
Das Jahr 2025 neigt sich dem Ende und die Regionalligakicker des FSV 63 haben am Samstagnachmittag in Chemnitz ihr letztes Punktspiel absolviert. Und die Mannschaft der Trainer Michael Braune und Lucas Müller können auf ein gelungenes Kalenderjahr, insbesondere eine sehr erfolgreiche Hinrunde der gegenwärtigen Saison zurückblicken.
Zu den Erfolgserlebnissen zählt bei einem Rückblick sicher auch das Auswärtsspiel in Chemnitz, zumindest die ersten 45 Minuten dieser Begegnung.
Die Luckenwalder scheinen sich ja oft in der vermeintlichen Außenseiterrolle wohler zu fühlen, als wenn von ihnen erwartet wird, das Geschehen zu diktieren und zu dominieren. So war es zuletzt auch in Chemnitz.
Frühe Führung durch den Gast
Wenn auch spätestens nach Ansicht der Fernsehbilder unstrittigen Entscheidung von Schieri Müke nach Handspiel auf den Punkt zu zeigen begünstigt, belohnten sich die Braune-Schützlinge durch den von Fabio Schneider souverän verwandelten Strafstoß bereits nach zwölf Minuten für ihr couragiertes Auftreten in der Anfangsphase.






Vermutlich betrachteten die Chemnitzer dieses Gegentor noch als „Betriebsunfall“ und schienen nach einem Kopfball von Dejan Bozic an den Pfosten (19.) und kurze Zeit später durch einen weiteren Pfostentreffer Artur Mergels (20.) schnell wieder zurück ins Spiel zu finden. Doch die Luckenwalder überstanden diese Druckphase der Gastgeber mit Glück und großem Einsatz und starteten selbst bald wieder gefährliche Angriffe in Richtung CFC-Tor. Nach einem schulbuchmäßigen FSV-Konter und Eingabe Clemens Koplins vom rechten Flügel scheiterten zunächst Simon Gollnack, dann auch noch Koplin und Tim Maciejewski mit ihren Nachschüssen an CFC-Keeper Daniel Adamczyk oder der CFC-Defensive.
Luckenwalde weiter im Vormarsch
Als dann Fabio Schneider aber im Anschluß an die 5. FSV-Ecke aus knapp 25 Metern ziemlich unbedrängt und platziert abziehen konnte und dem sich lang machenden Adamczyk keine Chance ließ, war es wegen dieses nicht erwarteten 0:2-Rückstandes kurz still im Stadionrund.
Tim Maciejewski leitete dann in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit mit einem mustergültigen Freistoß von der linken Außenlinie vor das CFC-Tor den dritten FSV-Treffer vor. Nach dem war es FSV-Kapitän Andreas Pollasch vorbehalten, der neben weiteren FSV-Kickern geschickt eingelaufen war, per Kopf die nie für möglich gehaltene Drei-Tore-Führung zur Pause zu besorgen. Der offensichtlich geschockte und schwer enttäuschte CFC-Anhang verabschiedete seine Mannschaft mit einem gellenden Pfeifkonzert in die Pause.





Entscheidende Wendung im Spielverlauf
Wie erwartet, kehrte eine andere, auch durch drei sich im Nachgang als sehr sinnvoll herausstellende Spielerwechsel begünstigt, Chemnitzer Elf aufs Spielfeld zurück.
Scheiterte Torjäger Dejan Bozic in der 57. Minute nach der neunten CFC-Ecke aus Nahdistanz noch per Kopf aus Nahdistanz, gelang es ihm in der 62.Minute schließlich doch nach einer Flanke von Kapitän Tobias Müller und Kopfballverlängerung Roman Eppendorfers aus Nahdistanz das Leder zum 1:3 über die Linie zu drücken.
Als FSV-Anhänger konnte man ahnen, dass den FSV-Kickern noch aufregende 30 Minuten bevorstehen könnten.
Und dennoch ergab sich dem kurz zuvor ins Spiel gekommenen Max Hathaway nach steilem Zuspiel Len Neumanns die Chance mit dem möglichen vierten FSV-Treffer „den Sack zuzumachen“! Allein auf Keeper Adamczyk zulaufend versuchte er diesen auch noch zu umkurven, kam dabei aber leicht ins Straucheln und wurde zu weit abgedrängt, so dass er nicht mehr zu einem gefährlichen Abschluss kam.

Kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit gelang den Platzherren schließlich doch noch der 2:3-Anschlußtreffer. Der zur Pause ebenfalls erst ins Spiel gekommene Tobias Stockinger setzte den halbrechts gestarteten Tom Baumgart mit präzisem Paß in die Tiefe in Szene. Bei seinem sofortigen Abschluß aus recht spitzem Winkel traf der das Leder so optimal, dass FSV-Schlußmann Kevin Tittel keine Abwehrchance blieb -2:3 (87.).
Tobias Stockinger war schließlich auch der Ausgangspunkt für den Chemnitzer Ausgleichstreffer in der zweiten Minute der Nachspielzeit. Seine Flanke aus dem Halbfeld in Richtung 11-Meter-Punkt legte Dejan Bozic geschickt mit der Brust ab, so dass CFC-Kapitän Tobias Müller schließlich keine Mühe mehr hatte auch Kevin Tittel im FSV-Tor zum dritten Mal in diesem Spiel zu überwinden -3:3.
Erfolgreicher Jahresabschluss – Bilanz deutlich positiv
Jetzt war die Enttäuschung auf Luckenwalder Seite natürlich groß. Michael Braune sprach später von einem taktisch gesehen sehr schlechten Fußballspiel, bei dem eigentlich nur die Zuschauer auf ihre Kosten gekommen wären. Das war durchaus der Fall!
Diese kurze Enttäuschung wegen des doch noch kassierten Ausgleichs nach klarer Führung wich im gesamten FSV-Lager aber bald einem Gefühl von großem Stolz. Erneut hatte der FSV einem vermeintlich großen Gegner mit ganz anderen Möglichkeiten in dieser Regionalliga klar Paroli geboten. Vor allem hat die Mannschaft aber eine phantastische Hinrunde gespielt, wofür ihr große Anerkennung gebührt und den gesamten Verein stolz macht.
Nach dreistündiger Rückfahrt konnte man bei der abendlichen Weihnachtsfeier den erfolgreichen Abschluss des Jahres 2025 feiern.
AUFSTELLUNG
GELBE KARTEN:
- CFC: Damer (7.), Felix Müller (68.), Tobias Müller (70.), Baumgart (88.), Grimaldi (90.)
- FSV 63: Seidel (4.), Schneider (29.), Merke (49.), Neumann (74.), Gollnack (90.)
BESTE SPIELER:
- CFC: Tobias Müller, Dejan Bozic, Tobias Stockinger
- FSV 63: Tim Schleinitz, Andreas Pollasch, Mike Bachmann
Bericht von Fred Krüger





































