BSG Chemie Leipzig – FSV 63 Luckenwalde 1:0 (1:0)
Ausgehend von der Tabellenkonstellation hätten kühne Optimisten vor der Begegnung zwischen der BSG Chemie Leipzig und dem FSV 63 am Sonntagnachmittag in Leipzig-Leutzsch von einer Favoritenstellung der Luckenwalder ausgehen können. Es war aber auch allen in und um den FSV bewusst, dass die Sachsen in Anbetracht ihres Tabellenplatzes eigentlich zum Siegen verdammt war. Entsprechend einsatzfreudig und engagiert agierten die Schützlinge von Trainer Alexander Schmidt von Beginn an.
Von diesem couragierten Auftreten der Platzherren und von der vehementen Unterstützung des lautstarken Chemie-Anhangs schienen die Braune-Schützlinge sichtlich beeindruckt. Anders ließ sich die destruktive Vorstellung der Luckenwalder zumindest in den ersten 45 Minuten nur schwer erklären.

Fehler werden irgendwann bestraft
Die Gastgeber wussten zwar spielerisch auch nicht gerade zu überzeugen, mit ihrer Lauf- und Einsatzbereitschaft stürzten sie aber ihre Luckenwalder Kontrahenten von einer Verlegenheit in die nächste. Fehler in der Defensive der Gäste wurden mit zunehmender Spielzeit immer häufiger erzwungen.
Ein Fehlabspiel aus der FSV-Defensive leitete dann in der 30. Minute auch den einzigen aber eben spielentscheidenden Treffer für die Leutzscher ein.
Kevin Tittel, der wieder mal das Luckenwalder Tor hütete, parierte zwar zunächst noch reaktionsschnell. Gegen den Abschluß aus Nahdistanz durch den nachsetzenden Rajk Lisinski war er dann aber doch machtlos – 1:0.
Luckenwalde nicht ganz abgeschrieben
In den zweiten 45 Minuten gab es dann doch hin und wieder Luckenwalder Offensivbemühungen zu registrieren, so unmittelbar nach dem Seitenwechsel und in den Schlußminuten. Zwischenzeitlich ließen die in ihrer Laufbereitschaft kaum nachlassenden Gastgeber nur selten Luckenwalder Offensivaktionen zu, waren mehrmals sogar selbst dem Ausbau der knappen Führung näher als die Gäste dem Ausgleich.
Und doch hätten die Braune-Schützlinge in der Schlussphase der Begegnung sogar noch den Ausgleich erzielen können. Doch ein Schrägschuss des eingewechselten Jonas Kühn aus etwa zehn Metern strich deutlich am Chemietor vorbei (87.), ein weiterer Flachschuss Sofiene Jannenes von der Strafraumgrenze bereits in der Nachspielzeit hatte nicht die nötige Schärfe um Chemie-Schlussmann Marcel Bergmann in Verlegenheit bringen zu können. Ein Ausgleich wäre zwar glücklich, in Anbetracht der schwachen Vorstellung der Luckenwalder aber leider auch nicht verdient gewesen.
Nach vorn blicken
Über weite Strecken der bisherigen Saison wussten die Luckenwalder Kicker trotz ihrer großen zeitgleichen Belastungen in Ausbildung und Beruf zu überzeugen und agierten oft zur Freude ihrer Anhänger. Sonst würde man ja auch nicht mit 32 Punkten im vermeintlich gesicherten Mittelfeld der Tabelle rangieren. Eine Vorstellung, wie die am Sonntag im Alfred-Kunze-Sportpark wird sich hoffentlich nicht mehr wiederholen.
Die kommenden Aufgaben beim BFC Dynamo bereits am kommenden Mittwochabend in Berlin-Hohenschönhausen und dann schon wieder beim BFC Preussen am Samstag darauf sind vermutlich keinen Deut leichter. Und dennoch glauben die FSV-Anhänger an eine deutliche Leistungssteigerung ihrer Mannschaft und hoffen auch bald wieder auf zählbare Resultate.
AUFSTELLUNG
GELBE KARTEN:
- BSG: Aliji (44.), Seidel (75.), Akono (90.+2)
- FSV: Maciejewski (58.), Schneider (61.)
BESTE SPIELER:
- BSG Chemie: Phillipp Wendt, Rajk Lisinski, Fynn Seidel
- FSV 63: –
Bericht von Fred Krüger













































