FSV 63 Luckenwalde – Hertha BSC II 0:1 (0:0)

Prognosen vor Spielen gegen die Amateure der Berliner Hertha abzugeben, ist immer wieder schwer. Die sehr gut ausgebildeten Hertha-Bubis, ergänzt durch Routiniers wie dem slowakischen Nationalspieler Peter Pekarik oder Urgestein Anis Ben-Hatira, können durchaus mal gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenregion verlieren, aber an guten Tagen eben auch mal vermeintlich bessere Kontrahenten bezwingen. 

So war es auch am Freitagabend im Seele zu Luckenwalde. Die Herthaner ließen mit klugen Ballstafetten Ball und Gegner laufen, ohne vorerst jedoch zu nennenswerten Strafraumszenen zu kommen. Darauf mußten die Zuschauer bis zur 33. Minute warten. Da drang Eliyas Strasner nach Doppelpaß mit Anis Ben-Hatira unaufhaltsam in den Luckenwalder Strafraum. Auch seine geschickte Ablage auf Shalva Ogbaidze war sehenswert. Dessen Abschluss konnte Quentin Seidel allerdings gerade noch unschädlich machen.

Heimteam zu ungenau

Konnten sich die Platzherren doch mal, wenn auch nur selten, bis zum Strafraum der Gäste durchsetzen, fehlte es oft an der Präzision beim letzten Zuspiel. Bei Standards, zumeist auf den mit nach vorn eilenden Quentin Seidel, schufen nur wenig Gefahr für das Hertha-Keeper Maximilian Mohwinkel gut gehütete Gästetor. Ansonsten mangelte es den FSV-Kickern an den Basics, wie Michael Braune später deutlich kritisierte, und auch an der nötigen Einsatzbereitschaft! 

Das beste aus Luckenwalder Sicht war nach unspektakulären 45 Minuten noch das torlose Remis zur Halbzeit. 

Knallhart betraft

Die zweite Spielhälfte begann aus Luckenwalder Sicht denkbar schlecht. Sofiene Jannene, sonst einer der zuverlässigsten und auffälligsten FSV-Akteure unterlief in Höhe der Mittellinie ein eklatanter Fehler. U20-Nationalspieler Selim Telib erkannte die Situation, zog unaufhaltsam in Richtung FSV-Tor und ließ sich weder von Andreas Pollasch noch von Jonas Kühn aufhalten. Aus gut 15 Metern ließ er auch FSV-Schlußmann Florian Palmowski nicht die Spur einer Chance und besorgte die nicht unverdiente Gäste-Führung – 0:1.

Als Shalva Ogbaidze nach etwa 65 Minuten den steil gestarteten Janne Berner mit klugem Paß in Szene setzte, hätten die Gäste ihre Führung gar ausbauen können. Doch dieses Mal blieb Florian Palmowski Sieger in dem 1-gegen-1 Duell, ebenso wie wenig später gegen Anis Ben Hatira, der nach Zuspiel Joel Richters noch zum Abschluss kam.

Mohwinkels Fingerspitzen vereiteln Ausgleich

Erst in der Schlußphase demonstrierten die Braune-Schützlinge den Offensivdrang und die Einsatzbereitschaft, die sich ihr Anhang eigentlich viel früher gewünscht hätte. Der Abschluß Simon Gollnacks, nachdem er Boris Lum aussteigen ließ, hätte sogar zum schmeichelhaften Ausgleich führen können, wenn Keeper Mohwinkel nicht noch die Fingerspitzen an das Leder bekommen hätte.

Schreckmoment – aber Entwarnung

Nach der anschließenden FSV-Ecke mußte Routinier Peter Pekarik zunächst gegen Phillip König retten, nach Tim Maciejewskis zweiter Flanke rauschten Sofiene Jannene und der Ex-Luckenwalder Mathis Bruns mit den Köpfen zusammen. Nach recht langer Behandlungspause konnte Mathis Bruns die Partie fortsetzen. Für Sofiene Jannene war das Spiel allerdings zu Ende, so dass die Luckenwalder die verbleibenden knapp zehn Minuten in Unterzahl zu Ende bringen mußten. Nach seiner Behandlung in der Notaufnahme kam später aber Entwarnung. Er wird aller Voraussicht nach beim nächsten Punktspiel gegen den BFC Dynamo wieder für sein Team auflaufen können. 

Schwächste Saisonleistung

Nach zunächst sechs Spielen ohne Niederlage stehen die Luckenwalder nun nach dem 0:3 vor einer Woche in Zwickau erneut mit leeren Händen da.

Michael Braune sparte nach dem Spiel nicht mit klaren kritischen Worten. Er sprach von der schwächsten Saisonleistung seines Teams, sagte aber auch:„Ich bin überzeugt, dass wir nach dem guten Start eine gute Platzierung am Ende der Saison hinlegen können, wozu wir aber zu unseren Basics zurück finden müssen. Sonst müssen wir aufpassen, dass wir eine für uns mögliche sehr gute Saison nicht noch einfach so herschenken!“

Vorwärts schauen

Bis zum Ende der Hinrunde haben die Braune-Schützlinge noch zwei anspruchsvolle Aufgaben vor der Brust. Zunächst haben sie am übernächsten Sonntag in Hohenschönhausen beim bisher recht enttäuschend agierenden BFC Dynamo als Tabellenvierzehnter und schließlich am Freitag, den 28.11. gegen den gegenwärtigen Dreizehnten ZFC Meuselwitz die Möglichkeit ihren bisherigen 23 Punkten noch den einen oder anderen hinzuizufügen.

Neben dem immer wieder nötigen Spielglück ist für die FSV-Mannschaft aber auch die Rückkehr zum Auftreten und der Einsatzbereitschaft in den meisten der ersten zwölf Saisonspiele erforderlich.     

AUFSTELLUNG              

FSV 63Florian Palmowski – Quentin Seidel (ab 63. Lucas Will), Andreas Pollasch, Sofiene Jannene – Mike Bachmann (ab 73. Len Neumann), Matthew Till Meier (ab 16. Jonas Kühn), Max Hathaway (ab 63. Clemens Koplin), Tim Schleinitz, Tim Maciejewski Tim Meyer (ab 46. Phillip König)  –  Simon Gollnack

Hertha BSC II: Maximilian Mohwinkel – Peter Pekarik, Mathis Bruns, Tim Hoffmann, Eliyas Strasner  – Selim Telib, Boris Chi Mamuzah Lum, Shalva Ogbaidze – Janne Eckehardt Berner (ab 73. Dion Ajvazi), Anis Ben-Hatira, Joel Richter (ab 73. Timur Mehmet Kesim)  

Schiedsrichter: Florian Markhoff (Rostock) 

Zuschauer: 662

TORE:

  • 0:1 Selim Telib 46.
GELBE KARTEN:
  • FSV: Quentin Seidel (17), Jonas Kühn (68.), Tim Schleinitz (90.+6.)  
  • Hertha: Joel Richter (15.)    
BESTE SPIELER:
  • FSV 63: Florian Palmowski, Simon Gollnack
  • Hertha II: Shalva Ogbaidze, Selim Telib, Anis Ben-Hatira

Bericht von Fred Krüger

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Zusammenfassung von OSTSPORT.TV