Liebe Freunde des FSV 63, liebe Gäste,
das Werner-Seelenbinder-Stadion ist eine wichtige Sportstätte und Visitenkarte für unsere Stadt und unsere Region. In Zusammenarbeit mit dem Eigentümer, der Stadt Luckenwalde, stecken zahlreiche Vereinshelfer unzählige Stunden in diese Sportanlage. Oftmals erhalten wir für die Qualität und Aura der Sportanlage (Sauberkeit, Platzpflege, Fußballromantik) sowie Gastfreundschaft positives Feedback unserer Heimfans und Gästemannschaften.
Was müssen wir ertragen?
Unseren Gästefans steht im „Seele“ eine beheizte Toilettenanlage in einem Gebäude zur Verfügung. In vielen anderen Stadien warten Dixie-Toiletten o.ä.. Diese Toilettenanlage wird täglich für den Schulbetrieb und das Vereinstraining genutzt. Nach inzwischen jeder Öffnung eines Gästeblocks im „Seele“ wird sie durch unseren Verein in unzähligen ehrenamtlichen Stunden von wüsten Schmierereien und Beschädigungen befreit.
Wo ist eine rote Linie des Ertragbaren erreicht?
Die Vorkommnisse im Rahmen des vergangenen Heimspiels geben uns stark zu denken. Auf dem Stadiongelände entstand durch Vandalismus vor, während und nach dem Spiel ein Sachschaden im niedrigen fünfstelligen Bereich. Dies reicht von einem großflächigen Graffiti bis hin zu einer zerstörten Toilettenanlage.
Wer möchte uns und den im Verein Engagierten Schaden zufügen?
Wir spielen derzeit unsere neunte Regionalligasaison. Wir beteiligen uns an der Verbandsarbeit und pflegen einen kollegialen Umgang mit unseren Kontrahenten. Wir lernen viel von anderen größeren Vereinen. Wir versuchen im Gästeblock durch ein vernünftiges Cateringangebot und einen Online-Vorverkauf die Ankunft und den Aufenthalt möglichst gästefreundlich zu gestalten. Haben wir Luft nach oben? Mit Sicherheit!
An wen richten sich diese Zeilen?
Sicherlich nicht an die vielen Besucher unserer Heimspiele, die diese Spieltage zu kleinen sportlichen Feiertagen machen! Diese Zeilen richten sich an eine Minderheit. An Menschen, die sich durch ihren Support und ihre Leidenschaft für Vereine engagieren, aber gleichzeitig mit ihrem Verhalten dafür sorgen, dass gleichwohl ehrenamtlich Engagierte und Sportvereine enorm viel Zeit und Geld in verursachte Schäden investieren.
Wir sind an einem Punkt angekommen, wo wir uns elementare Fragen stellen:
- Warum schätzt eine Minderheit die vorhandene saubere sanitäre Infrastruktur nicht?
- Warum verstopft ein Mensch bewusst eine Toilette direkt nach Ankunft im Stadion, auf die andere Fans seines Vereins später gern noch gehen würden?
- Warum wird in einem reinen kleinen Fußballstadion mit Fußballromantik und ohne eng eingekesselten Gästeblock Vandalismus betrieben?
- Wie soll das mit 10,00 Euro für einen Vollzahler gegenfinanziert werden?
- Wo könnte man die Zeit und das Geld für Instandsetzungen sinnvoller investieren?
