BFC Preussen – FSV 63 Luckenwalde 3:1 (2:0)
Bewegte Tage liegen hinter den FSV-Kickern. Dem FSV-Anhang fiel sicherlich der sprichwörtliche Stein vom Herzen, als ihre Mannschaft nach dem unrühmlichen Auftritt bei der BSG Chemie Leipzig schon drei Tage später beim eigentlich favorisierten BFC Dynamo verdient mit 0:1 siegreich waren.
Entsprechend entspannt und gelassen trat man daher am Samstagnachmittag die kurze Reise zum BFC Preussen an. Gut 50 FSV-Anhänger nahmen die Freude über den jüngsten Auswärtssieg und die Nähe des Preussen-Stadions an der Malteser-Strasse zum Anlass ihre Mannschaft vor Ort zu unterstützen und auf einen weiteren Erfolg ihres Teams zu hoffen.
FSV mit zwei Gesichtern
Doch dazu wäre wohl ein ähnlich überzeugender Auftritt der Luckenwalder wie vor drei Tagen in Berlin- Hohenschönhausen auch im Berliner Süden gegen deutlich couragierter wirkende Preussen erforderlich gewesen.
Zunächst durften die ca. 300 Zuschauer auf dem recht holprigen Geläuf nicht gerade ein hochklassiges, aber doch verteiltes Spiel zweier gleichwertiger Teams verfolgen. Vielleicht hatten die Gäste anfangs sogar leichte optische Vorteile.
Das änderte sich aber in der 32. Minute mit dem ersten Treffer im Spiel vollends. Vor allem das Zustandekommen der BFC-Führung schien dem Selbstvertrauen der FSV-Kicker nicht gerade zuträglich zu sein. Nach weitem Flugball der Preussen wollte Schlußmann Kevin Tittel das Leder durch Herauslaufen an der Strafraumgrenze klären. Mitspieler Jonas Kühn wähnte seinen Keeper weiter hinten und wollte ihm den Ball per Kopf zurück spielen. Vielleicht kam das „Leo“ des Torhüters zu spät oder zu leise, aber auf jeden Fall profitierte Nikolas Frank von dem Missverständnis der beiden Kontrahenten, konnte frei durchlaufen und den Ball ins leere Tor schieben – 1:0.
Der zweite Treffer der Preussen liess gar nicht mal lange auf sich warten und entstand im Zusammenspiel zweier ehemaliger FSV-Akteure, die mittlerweile das Preussen-Trikot tragen. Oliver Maric setzte sich gekonnt im Dribbling an der rechten Strafraumkante durch und passte quer auf den halbrechts einlaufenden Fritz Schröder. Dessen Schlenzer ins lange Eck liess Kevin Tittel keine Chance und sorgte noch vor der Pause für eine vermeintliche kleine Vorentscheidung zugunsten der Preussen.
Eine Schippe draufgepackt
Dass die Gäste der Begegnung nach dem Seitenwechsel unbedingt noch eine Wende geben wollten, war durchaus zu erkennen. Bei diesem Ziel wurden die Schützlinge von FSV-Coach Lucas Müller, der den erkrankten Michael Braune an der Seitenlinie vertrat, aber bald durch den frühen dritten Preussen-Treffer ausgebremst. In ihrem Bestreben eine Aufholjagd zu starten, wurden die Luckenwalder leider nur noch einmal durch den Treffer des kurz zuvor eingewechselten Luca Will belohnt -3:1.



Da diesem Tor trotz aller Mühen keine weiteren zählbaren Erfolge für die Gäste folgten, schaukelten die Preussen ihren ersten Erfolg nach der Winterpause problemlos und keinesfalls unverdient über die Zeit.
Unabhängig von dieser Niederlage und trotz der beiden nicht gerade leichten Spiele beim FC Carl-Zeiss Jena am Ostersamstag und gleich nach Ostern am Dienstagabend gegen den Halleschen FC kann man in Luckenwalde doch weiter recht gelassen bleiben. 35 Punkte nach 26 Spieltagen und, was noch viel wichtiger ist, 14 Punkte Vorsprung vor den Abstiegsrängen lassen beim FSV 63 eigentlich keine Zweifel am Erreichen des Saisonziels, dem wiederholten Klassenerhalt, aufkommen.
AUFSTELLUNG
GELBE KARTEN:
- BFC: Häusl (80.)
- FSV: Kühn (70.), Pollasch (76.), Bachmann (88.)
BESTE SPIELER:
- BFC: Lenny Stein, Oliver Maric, Chadi Ramadan
- FSV 63: Andreas Pollasch, Fabio Schneider
Bericht von Fred Krüger











































