F.C. Hertha 03 Zehlendorf – FSV 63 Luckenwalde 1:1 (0:1)
Erwartungsvoll waren neben der FSV-Mannschaft zahlreiche FSV-Anhänger zum Ernst-Reuter-Sportfeld nach Berlin-Zehlendorf gefahren, wollten sie nach einer Niederlage und einem Remis doch den ersten Sieg nach der langen Winterpause miterleben. Und das wäre gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten auch durchaus möglich gewesen. Doch leider hatte man die Rechnung ohne den Wirt, in dem Fall ohne die zehn in der letzten halben Stunde aufopferungsvoll kämpfenden Hertha 03-Kicker, gemacht.
Viele Chancen in Halbzeit eins
Zunächst hatten sich die Braune-Schützlinge nach einer ausgeglichenen Anfangsphase nach gut zehn Minuten immer mehr Feld- und bald auch einige Chancenvorteile erarbeitet. So landete ein Schleinitz-Kopfball nach Freistoß Tim Maciejeskis leider nur in den Armen des gut postierten Hertha-Keepers Alexios Dedidis (14.).
Als Sofiene Jannene Tim Maciejewski auf dem rechten Flügel steil in Szene setzte und der auf und davon zog, war die Gästeführung durchaus schon möglich (19.). Das Leder strich aber deutlich am langen Pfosten vorbei. Die Überlegenheit der Gäste wurde nicht nur an einem Eckenplus von 0:5 bis zur Halbzeit deutlich. Und schließlich war den Luckenwaldern auch noch vor der Pause der verdiente Ausgleich gelungen. Der auffällige Maciejewski hatte einmal mehr nach Antritt auf dem rechten Flügel quer auf den zentral mitgelaufenen Phil Butendeich gepasst. Der zog platziert von der Strafraumgrenze ab und brachte mit seinem Treffer das Spiel in die erwarteten Bahnen -0:1 (43.)




Weiteres Tor wollte nicht fallen
Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Gäste zunächst dominanter, wobei die Zehlendorfer vor allem nach Standards FSV-Torhüter Florian Palmowski immer häufiger zu größter Aufmerksamkeit und Konzentration zwang.
Und doch hatten abermals Phil Butendeich (54.), Tim Maciejewski (62.) und auch Simon Gollnack (82.) durchaus gute und sehr gute Möglichkeiten den vermutlich vorentscheidenden zweiten Treffer zu erzielen. Doch stets blieb Hertha-Keeper Dedidis gegen die FSV-Angreifer erfolgreich oder die Hertha-Abwehr klärte mit Glück und Einsatz.
Zehlendorf stemmte sich gegen die Niederlage
Zwischenzeitlich hatten die Gastgeber ihren Kapitän Sven Reimann nach wiederholtem Foulspiel durch die Ampelkarte verloren. Doch wer den FSV nun schon auf der Siegerstraße wähnte, sah sich getäuscht.
Die dezimierten Zehlendorfer warfen allen Mut und Einsatz in die Waagschale und agierten nach dem Motto „Alles oder nichts“. Der Ausgleich des Eckenverhälnis auf letztlich 7 : 7, und das vor allem in den letzten zwanzig Minuten ist da vielleicht nur ein kleiner Ausdruck der großen Einsatzbereitschaft der kämperisch voll überzeugenden Herthaner.
Und schließlich belohnten sich die Gastgeber doch noch für ihren Einsatz. Gut fünf Minuten vor dem Abpfiff gelang es der FSV-Abwehr nach der siebenten Hertha-Ecke einmal mehr nicht das Leder entscheidend aus der Gefahrenzone zu bekommen. In dem Durcheinander gelang Jules Hasenburg schließlich doch noch der Ausgleich.

Mannschaft und Luckenwalder Anhänger mußten nach dem Abpfiff bald enttäuscht die Heimreise antreten.
Bereits am kommenden Mittwochabend haben die Luckenwalder zu ihrem nächsten Spiel anzutreten. Um 19:00 Uhr ist die VSG Altglienicke Gastgeber in der Spree-Arena in Fürstenwalde.
AUFSTELLUNG
GELBE KARTEN:
- Reimann (20.), Wilton (38.), Yamada (44.), Keller (51.) – Hertha 03 Zehlendorf
- Meyer (45.), Jannene (75.) – FSV 63
Gelb – Rot:
- Reimann (59., wiederholtes Foulspiel)
BESTE SPIELER:
- Hertha 03: Nanitonda Mayivanga Quiala, Jake-Robert Wilton, Ben Schulz
- FSV 63: Sofiene Jannene, Tim Maciejewski, Phil Butendeich
Bericht von Fred Krüger






































