Landesklasse Ost: FC Viktoria Jüterbog – FSV 63 Luckenwalde 1:7 (1:6)

Der Aufstieg der Jüterboger in die Landesklasse in diesem Jahr machte es möglich, dass nach vielen Jahren der Abstinenz endlich wieder in einem Pflichtspiel ein Derby zwischen der Viktoria aus Jüterbog und dem FSV 63 aus Luckenwalde gespielt werden konnte.

Kapitän Denys Repetylo wieder dabei

Im Gegensatz zum deprimierenden Auswärtsauftritt eine Woche zuvor in Peitz, konnten die FSV-Reservisten diesmal mit einem gut besetzten Kader aufwarten. So verstärkten neben Tim Göth, Martin Kemter und Jonas Arnold aus der Oberliagelf auch Peer Heinze und der Jüterboger Jeremy Reichert aus dem A-Juniorenteam des FSV die Mannschaft von Trainer Rainer Stock. Nach seinem Zehbruch stand zudem der Kapitän der Luckenwalder, Denys Repetylo, nach 5 Wochen erstmals wieder im Kader der „Zweeten“. Die Grundlage für ein, aus Sicht der Luckenwalder, erfolgreiches Derby schien demnach gelegt zu sein.

1. Halbzeit: Chancen im Minutentakt

Die Gäste begannen die Anfangsminuten allerdings zunächst verhalten. Doch nach gerade einmal 6 Minuten lag der Ball das erste Mal im Tor der Hausherren. Denys Repetylo und Mario Kerstein doppelten auf der linken Außenbahn vorbildlich ihren Gegenspieler. Im Anschluss an den Ballgewinn ging es blitzschnell nach vorne. Nach Pass auf Martin Kemter steckte dieser den Ball auf den einlaufenden Tim Göth durch. Göth ließ Viktoria-Schlussmann Tobias Knetsch keine Abwehrchance und vollendete zum 0:1 (6.).

Zum Leidwesen der Jüterboger ging es fortan ausschließlich in ihre Richtung. Fast im Minutentakt erspielte sich die FSV-Elf eine hochkarätige Chance nach der anderen. Scheiterte Repetylo nach Querpass von Mario Kerstein zunächst noch, machte er es eine Minute später besser. Diesmal von der rechte Seite den Angriff vortragend lauerte Repetylo im Rückraum des Jüterboger Strafraums und versenkte die Eingabe von Linus Conrad mit viel Übersicht zum 0:2 (11.). Es waren gerade weitere 5 Minuten gespielt und die Kreisstädter erhöhten auf 0:3. Tim Göth bediente nach einem erfolgreich gewonnenen Zweikampf Denys Repetylo, der sich auch diese Torchance nicht entgehen ließ (16.).

Die Luckenwalder waren vor allem immer dann brandgefährlich, wenn sie zielstrebig und mit Tempo in die Tiefe spielten. „Wir wollten ein schnelles Vertikalspiel und haben das in einigen Phasen des Spiels auch sehr gut gemacht. Wir müssen allerdings noch lernen, uns öfter in solche Positionen zu bringen und dann auch zu erkennen, nach vorne zu spielen“, fand FSV-Trainer Rainer Stock das „berühmte“ Haar in der Suppe.

Vorentscheidung durch Vorlage von Peer Heinze

Nach 20 Minuten war die Partie endgültig entschieden. Einen schulbuchmäßig vorgetragenen Konter schlossen die FSV-Reservisten durch Martin Kemter zum 0:4 ab (20.). Vorlagengeber war A-Juniorenspieler Peer Heinze, der in seinem ersten Spiel im Männerbereich eine höchst vielversprechende Leistung ablieferte.

Und auch das fünfte FSV-Tor nur wenig später war gut herausgespielt. Mit einem gut getimten Ball hinter die gegnerische Viererkette schickte Sebastian Krenz die Schnelligkeitsnachteile der Jüterboger auf der rechten Abwehrseite nutzend Denys Repetylo auf Reisen. Der Luckenwalder Mannschaftskapitän legte quer auf Martin Kemter, der den Ball nur noch über die Torlinie drücken musste (27.).

Viktoria zeigte sich

In Anbetracht der zu diesem Zeitpunkt bereits sehr klaren Führung ließ bei den Gästen zum Unmut ihres Trainers die Konsequenz im Zweikampfverhalten und die Aktivität im Spiel nach vorne nach. Und prompt kam die Viktoria-Elf erstmals selbst sehr gefährlich vor das Tor des FSV. Konnte Daniel Krenz die Passivität seiner Vorderleute mit einer sensationellen Parade der Marke „unhaltbar“ zunächst noch egalisieren, so war er nur kurz darauf gegen den Torabschluss von Bastian Lehmann machtlos (38.). Noch vor der Pause gelang es den Luckenwaldern jedoch, den 5-Tore-Abstand wieder herzustellen. Eine von Linus Conrad eingeleitete zauberhafte, da direkte Passstafette über die Stationen Martin Kemter und Tim Göth, schloss Denys Repetylo mit seinem dritten Treffer an diesem Tag ab (42.). Eine bärenstarke Leistung des FSV-Kapitäns in seinem Wohnort Jüterbog. Mit dem deutlichen 5-Tore-Vorsprung für die Gäste aus Luckenwalde ging es schließlich in die Halbzeitpause.

2. Halbzeit

Aus dieser schien die FSV-Oberliagreserve unvermindert torhungrig zurück gekommen zu sein. Denn eine weitere schnelle Kombination über Repetylo und Kemter vollendete Tim Göth nur vier Minuten nach dem Wiederanpfiff zum 1:7 (49.). Es sollte gleichzeitig der Endstand sein, da es die Stock-Schützlinge fortan vorzogen, sich in ihren Offensivbemühungen mit nur wenigen Ausnahmen sehr zurückzuhalten.

Fazit von Trainer Rainer Stock

„Ein Derbysieg hat immer eine besondere Bedeutung. Deshalb freuen wir uns auch sehr, dass wir das Spiel für uns entscheiden konnten. Wir müssen die heutige Begegnung aber auch richtig einschätzen. Denn im Vergleich zu den vorherigen Spielen waren wir heute personell besser aufgestellt. Ich hoffe, die vielen zurzeit verletzten Spieler kommen bald zurück. Dann gilt es aber auch, an unserer eigenen fußballerischen Qualität zu arbeiten. Dass wir hier noch Reserven haben, hat nicht nur die heutige zweite Halbzeit gezeigt“, ordnete FSV-Trainer Rainer Stock das Derbyergebnis realistisch ein.

Für den FSV spielten: D. Krenz, Conrad, Bergemann, S. Krenz, Kerstein, Troch (ab 72. D. English), Arnold, Kemter, Repetylo (ab 54. Helf), Tim Göth, Heinze (ab 54. Rosin)

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