NOFV-Oberliga Süd: Spitzenreiter empfängt am Samstag Schlusslicht Zorbau – Luckenwalder Verein gibt Lizenzunterlagen für kommende Saison ab.

Der Erste der NOFV-Oberliga Süd empfängt das Tabellenschlusslicht. Vom Papier her eine leichte Aufgabe für den Spitzenreiter FSV 63 Luckenwalde, der am Sonnabendnachmittag (Anpfiff: 14 Uhr) Blau-Weiß Zorbau im Seelenbinder-Stadion zu Gast hat. Beide Mannschaften trennen aktuell 30 Punkte in der Tabelle. Trotz der klar verteilten Rollen gibt es mahnende Stimmen seitens der Gastgeber. „Wir sind gewarnt und werden Zorbau definitiv nicht auf die leichte Schulter nehmen“, sagt FSV-Vereinspräsident Dirk Heinze, „in der Vergangenheit haben wir uns in Spielen gegen Mannschaften aus dem Tabellenkeller meist schwer getan“. Zuletzt im Dezember bei der 0:1-Heimpleite zum Auftakt der Rückrunde gegen den Ludwigsfelder FC. Es war die zweite Saisonniederlage für den FSV 63 Luckenwalde.

Nach drei deutlichen Punktspielsiegen in diesem Jahr – 3:0 beim FC International Leipzig, 3:0 zu Hause gegen den FC Eilenburg und dem 4:1-Auswärtserfolg am letzten Sonntag bei Wismut Gera – strotzen die Luckenwalder Oberligafußballer jedoch aktuell nur so vor Selbstbewusstsein. „Die Stimmung in der Mannschaft ist sehr gut“, sagt Vereinschef Heinze. Wo die sportliche Reise des Teams in Zukunft hinführen wird, steht allerdings in den Sternen. Die Lizenzunterlagen hat der FSV 63 sowohl für die Oberliga als auch für die Regionalliga fristgerecht eingereicht. „Das ist korrekt“, bestätigt Heinze auf Nachfrage, „neben der sportlichen Qualifikation warten wir natürlich die Entwicklung beim Verband ab.“

Hintergrund: Derzeit wird über eine Reform der Regionalliga diskutiert. Die Pläne sehen vor, die Anzahl der Staffeln von fünf auf vier zu reduzieren. Relegationsspiele um den Aufstieg in die 3. Liga soll es nicht mehr geben. Alle Regionalliga-Meister sollen direkt aufsteigen können. Um dies zu erreichen, ist die Abschaffung der Nordost-Staffel im Gespräch. Auch am Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) könnte eine Entscheidung in diesem Zusammenhang nicht spurlos vorüber gehen.

„Wir müssen abwarten, wie sich die Strukturen entwickeln“, erklärt Heinze, „dies wird für unsere Betrachtungen eine große Rolle spielen. Noch sind es ungelegte Eier, aber in zwei Jahren kann es von Bedeutung sein, ob wir in der Regionalliga oder in der Oberliga spielen.“ Eine Entscheidung zur Strukturänderung wird erst für Herbst dieses Jahres auf einem DFB-Bundestag erwartet. Bis dahin wird das Thema beim NOFV und seinen Vereinen wie bisher auch schon emotional diskutiert werden.

Wohin es sportlich die Luckenwalder Oberligafußballer verschlägt, ist derzeit offen. „Bis zum Saisonende ist es ein weiter Weg. Wir lassen uns nicht verrückt machen“, sagt Heinze, „die Jungs und das gesamte Umfeld haben derzeit viel Spaß am Erfolg, und den wollen wir so lange wie möglich behalten.“

Für den FSV 63 Luckenwalde selbst hat unterdessen die Weichenstellung in Richtung Zukunft schon begonnen. Der Vereinsvorstand diskutierte am vorigen Wochenende auf seiner Sitzung in einem Hotel in Gera diesbezüglich erste Punkte, die zu gegebener Zeit der Öffentlichkeit mitgeteilt werden sollen. „Nichts Gravierendes“, erklärt Heinze, „wir haben über Personalien für unsere in diesem Herbst anstehenden Vorstandswahlen sowie über die Ausrichtung des Vereins und über neue Ziele für die kommenden dreieinhalb Jahre geredet.“

Quelle: Sportbuzzer

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