Christian Flath und Daniel Becker vom FSV 63 Luckenwalde sind in Feierlaune. © Frank Neßler

 

Hauchdünn ist der Vorsprung von Tabellenführer FSV 63 Luckenwalde in der Fußball-Oberliga Süd auf den Zweitplatzierten Chemie Leipzig. Nur ein Punkt trennt die beiden Mannschaften. In der vorigen Woche haben die Luckenwalder (33) mit den Leipzigern (32) die Plätze getauscht. Am 15. und damit letzten Hinrunden-Spieltag entscheidet sich an diesem Wochenende der Kampf um die Herbstmeisterschaft in der Oberliga-Südstaffel.

Während die Messestädter zum Abschluss der Hinrunde in einer Mini-Krise befinden – die Sachsen holten nur zwei Punkte aus den letzten vier Meisterschaftsbegegnungen und verloren dabei die Partie in Luckenwalde mit 0:5 – spielten die FSV-Fußballer im November konstant erfolgreich. Den letzten Punktverlust gab es für die Luckenwalder Oberligaelf Ende Oktober auswärts beim VfL Halle (1:1).

 

„Im Aufstiegskampf sind wir noch lange nicht, das wollen wir auch gar nicht“, bremste FSV-Trainer Jan Kistenmacher nach dem 4:0-Sieg seiner Mannschaft über den VfB Krieschow in der Vorwoche die Euphorie. Er erinnerte daran, dass es in der Hinrunde zwei Begegnungen gab, die von seiner Mannschaft erst in den letzten Minuten glücklich gewonnen wurden. „Unser Saisonziel ist es nach wie vor, einen Tabellenplatz zwischen eins und drei zu belegen. Und das ist bereits sehr ambitioniert“, sagte Kistenmacher.

Nach dem erfolgreichen Gipfelsturm der Luckenwalder Oberligafußballer wird die Auswärtspartie beim Aufsteiger VfL Hohenstein-Ernstthal am Sonntag (Anpfiff: 13 Uhr) zeigen, ob dem FSV 63 die Höhenluft bekommt. „Bisher war der erklärte Nichtaufstieg für uns ein Erfolgsrezept“, sagte FSV-Mannschaftskapitän Marcel Hadel, „doch als Tabellenführer müssen wir uns nun mit einer möglichen Rückkehr in die Regionalliga auseinandersetzen, ob wir es wollen oder nicht.“

Hadel selbst wird am Sonntag aufgrund einer Verletzung nicht mit der FSV-Elf auflaufen können. Dennoch fährt er mit in die sächsische Geburtsstadt des Schriftstellers Karl May. Dort können die Luckenwalder Oberligafußballer schließlich mit ihrem elften Saisonsieg die Herbstmeisterschaft feiern.

Quelle: Sportbuzzer