FSV 63 Luckenwalde –Ludwigsfelder FC  0 : 1 (0:0)

Vor dem dritten Derbyinnerhalb der letzten vier Monaten galten die Gäste in Anbetracht derTabellensituation und der teilweise klaren FSV-Dominanz in den ersten beidenDuellen natürlich erneut als Aussenseiter. Doch aller  guten Dinge waren dieses Mal nicht Drei fürden FSV. LFC-Coach Volker Löbeneberg hatte seinen Akteuren dieses Mal nämlicheine kompakte Defensive verordnet und die setzten die Trainervorgaben sehrengagiert und diszipliniert um.                                                                                                                                        

Die Kistenmacher-Truppediktierte zwar erwartungsgemäß erneut von Beginn an das Spielgeschehen. DochFSV-Chancen gab es nicht in gewohnter Häufigkeit. Die beste hatte noch TakahiroTanio, dem dieses Mal trotz  gewohntstarkem Einsatz offensichtlich die Bindung zum Spiel fehlte. Nach weitem PaßDaniel Beckers erlief er sich vor seinem unmittelbaren Kontrahenten und nochvor LFC-Keeper Lucas Lindner den Ball. Sein sofortiger Abschluß aus vollem Laufüber den Schlußmann verfehlte aber deutlich das Ziel (18.). Wenn ChristianFlath oder Daniel Becker dann doch mal ihre sich hin und wieder bietenden Räumenutzten und mit klugen Pässen oder geschickten Dribblings versuchten ihrOffensivspiel anzukurbeln, brannte es einige Male im LFC-Strafraum. Aber imletzten Moment gelang es der Ludwigsfelder Defensive doch immer wieder imentscheidenden Moment diese heiklen Situationen zu klären. Für ihre Offensivetaten die Gäste in Halbzeit eins allerdings so gut wie nichts, so daßKonstantin Filatow bis zur Pause nicht einmal entscheidend eingreifenmußte.                                                

In Halbzeit zwei verstärkten die Kistenmacher-Schützlinge sogar noch denDruck. Aber mit Glück und Geschick gelang es den Gästen die nun noch häufigervor und im LFC-Strafraum auftauchenden FSV-Kicker am erfolgreichen Abschluß zuhindern oder den Gastgebern fehlte die nötige Präzision beim Abschluß. So zogPascal Borowski nach Angriff über links von der Strafraumgrenze sofort ab. SeinSchuß wurde aber von Markus Goede per Kopf aufgehalten (50.). Für die straffeEingabe Edgar Buddes war Takahiro Tanio im Angriffszentrum  leider einen Schritt zu schnell um das Ledernoch einschieben zu können (64.). Einen Freistoß der Luckenwalder verlängerteSteve Müller zwar gekonnt am kurzen Pfosten, doch im Angriffszentrum fand sichkein Abnehmer dieser guten Möglichkeit (65.). Und nachdem Takahiro Tanio imMittelfeld den Ball erkämpft und auf Christian Flath gepasst hatte, setzte dermit steilem Zuspiel Pascal Borowski in Szene. Der war in vollem Lauf eigentlichschon fast an Keeper Lindner vorbei, jagte den Ball aber überhastet über dasTor.

Mit zunehmender Spielzeitwurden die Ludwigsfelder aber mutiger. Als Christoher Lemke dann in der77.Minute ein Fehlabspiel Jonas Arnolds erlief, zog er unaufhaltsam in RichtungFSV-Tor, überspielte Arnold und vollendete, nachdem Edgar Budde ihm beimAbwehrversuch den Ball wieder in die Füße spielte, mit trockenem Schuß in diekurze Ecke zum 0:1. Nach einem Fehlabspiel Steve Müllers hätte Paul vanHumbeeck in der 81. Minute die eigentlich schon überraschende Gästeführungsogar noch ausbauen können. Nachdem er unaufhaltsam in Richtung FSV-Tor davon gezogenwar, scheiterte er lediglich am bravourös parierenden Konstantin Filatow imFSV-Tor.

Natürlich warfen dieGastgeber nun alles nach vorn. Doch nachdem Antonin Hennig, der dieses Malhäufig nicht wie gewohnt zum Zuge kam und oft auch glücklos agierte, nachweitem präzisen Zuspiel Daniel Beckers trotz guter Ballmitnahme nur dasLattenkreuz traf, stand die erste Niederlage des FSV 63 im dritten Kreisderbyder Saison fest.

So unglücklichund enttäuschend diese Derbyniederlage für die Luckenwalder auch gewesen seinmag, sollte diese die Kistenmacher-Truppe, die ohne Zweifel eine imposanteHinrunde gespielt haben, nicht umwerfen. Für Spannung ist damit bei Fortsetzungder Rückrunde nach der Winterpause auf jeden Fall gesorgt, sind doch die beidenführenden Mannschaften aus Luckenwalde und Leipzig nur noch durch dasTorverhältnis getrennt.

FSV 63: Filatow – Budde,Müller, Francisco, Bogdan –Hennig, Arnold (ab 81. Silva), Becker,  Flath, Borowski  – Tanio 

LFC: Lindner –Ringelhardt, Eichhorn, Goede, Pollow– Nüsse (ab 40. Romanovski), FlorianMatthäs, Felix Matthäs, Lemke (ab 89. Kowalski) – van Humbeck, Hager (ab 91.Rodenhagen)

SR: Daniel Bartnitzki(Erfurt)

Zuschauer: 421

Tore: 0:1 (78.) Lemke

Gelbe Karten: Flath –Eichhorn, Florian Matthäs, Felix Matthäs

Beste Spieler: Francisco, Borowski – Felix Matthäs, Florian Matthäs, Lemke FredKrüger

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