FSV 63 Luckenwalde – FSV Optik Rathenow 0 : 2 (0:1)

Eigentlich hatten sich die Luckenwalder im Vorfeld schon auf Augenhöhe mit dem FSV Optik Rathenow gesehen. Dementsprechend hätte dieses Halbfinalspiel im AOK-Landespokal aus Luckenwalder Sicht durchaus verlaufen können. Doch dazu hätten die Gastgeber unter anderem bereits ihre beiden hochkarätigen Chancen in der Auftaktviertelstunde  nutzen müssen. Da aber Pascal Borowski nach drei Minuten am überragenden Keeper Luis Maria Zwick scheiterte und auch Tim Göth zehn Minuten später nach weitem und präzisem Diagonalball Pascal Borowskis nicht erfolgreich abschließen konnten, war der Führungstreffer der Gäste ein herber Rückschlag für den gastgebenden FSV. Zunächst hatte Konstantin Filatow im Luckenwalder Tor noch reaktionsschnell parieren können, musste sich anschließend aber nach einem geschickten Heber Leon Hellwigs aus spitzem Winkel geschlagen geben -0:1.

In der Folge dieses Gegentores gab es drei Szenen, die sich für den weiteren Verlauf des Spiels als bezeichnend und von einiger Bedeutung heraus stellen sollten. Zunächst unterlief Torhüter Filatow ein regelrechter Klops, in dessen Folge Adewumi bereits den zweiten Gästetreffer auf dem Fuß hatte, Maciej Kwiatkowski aber auf der Linie retten konnte. Die Luckenwalder wirkten verunsichert. Kurz darauf ließ sich Adewumi offensichtlich zu einer überflüssigen Tätlichkeit gegen Bogdan hinreissen, die Schieri Tino Stein aber zum Unverständnis vieler nur mit gelb ahndete. Jan Kistenmacher äußerte dazu nach dem Spiel: „Wenn der Schieri hier eine Tätlichkeit erkannt hat, kann es nur rot geben.“ Und schliesslich brach bei Luckenwaldes Torjäger Takahiro Tanio wenig später die gerade erst überwundene Verletzung wieder auf, weshalb er ausgewechselt werden musste. Jose Raimundo Silva Magalhaes kam für ihn ins Spiel.

In der Folge wurden die Gäste in der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit zunehmend dominanter. Bei effektiverer Chancenverwertung hätten sie ihre Führung durchaus da schon ausbauen können. Lediglich Christian Flath hatte nach einer zu kurzen Faustabwehr Zwicks den Ausgleich auf dem Fuss. Das Leder strich aber knapp am Pfosten vorbei.

Nach dem Seitenwechsel spürte man schon, dass die Gastgeber schnellstmöglich den Ausgleich erzwingen wollten. Aber nachdem sowohl Jose Silva Magalhaes als auch Maciej Kwiatkowski im Anschluß an einen Luckenwalder Freistoss gleich zweimal in aussichtsreicher Position gerade noch abgeblockt wurden, unterstrichen die Gäste wenig später ihre größere Cleverness und kamen nach gefühlvoller Flanke Özcins durch einen Kopfball Kapans zur Vorentscheidung. FSV-Kapitän Marcel Hadel erkannte nach dem Spiel vollkommen richtig: „Wir hatten die erste Chance des Spiels. Wenn der Ball da reingeht, geht die Partie anders aus. Im Großen und ganzen war Rathenow aber einen Tick cleverer als wir.“ 

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Vielleicht hätten die Gastgeber nochmal ins Spiel zurück kommen können, wenn Flath in der 68.Minute, er kam nach Zuspiel Koplins vor Zwick frei zum Abschluss, traf aber nur das Aussennetz, sowie Silva, der nach präziser Flanke Borowskis in der 78.Minute das Leder geschickt runter nahm aber dann volley aus Nahdistanz verfehlte,  ihre hochkarätigen Möglichkeiten noch genutzt hätten. So aber brachte der Regionalligist den Zwei-Tore-Vorsprung geschickt über die Zeit und zog nicht unverdient ins Pokalfinale ein.                                               Antonin Hennig schätzte später realistisch ein: „Wir sind heute nicht richtig zur Entfaltung gekommen .“                  

FSV 63: Filatow – Hadel, Francisco, Kwiatkowski, Bogdan (ab 58. Koplin) – Hennig, Becker,  Borowski, Göth – Flath – Tanio (ab 22. Silva)  

Optik: Zwick – Wilcke, Turan, Bilbija, Matur – Adewumi (ab 57. Langner), Leroy, Hellwig, Top (ab 74. Weber) – Kapan – Özcin (ab 83. Aydogdu)

SR: Tino Stein (Potsdam)

Zuschauer: 683

Tore: 0:1 (15.) Hellwig, 0:2 (58.) Kapan

Gelbe Karten: Silva, Hadel, Koplin – Adewumi, Leroy, Matur

Gelb-Rot: Koplin (90. wiederholtes Foulspiel)

Beste Spieler: Borowski, Kwiatkowski – Hellwig, Top, Kapan 

                                                                                               Fred Krüger

Pokal Halbfinalspiel FSV 63 Luckenwalde - FSV Optik Rathenow

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