Ludwigsfelder FC – FSV 63 Luckenwalde 3 : 6 (2:2, 3:3)

Offiziell 752 Zuschauer aus Ludwigsfelde und Luckenwalde wollten sich am Samstagnachmittag dieses ewig junge Derby zwischen dem LFC und dem FSV 63 bei guten äußeren Bedingungen im Waldstation nicht entgehen lassen. Beide Kontrahenten wußten zuletzt in der Oberliga, der LFC mit den ersten Siegen in Rudolstadt und gegen Nordhausen II, der FSV mit dem Kantersieg vor zwei Wochen gegen Chemie Leipzig, zu überzeugen, so daß man trotz der leichten Favoritenstellung der Gäste von einem spannenden Pokalfight im Derby ausgehen konnte. Auf keinen Fall erwartete man einen derart klaren Sieg des Favoriten wie zu Saisonbeginn.Dass sie durchaus an ihre Chance glaubten, unterstrichen die Ludwigsfelder gleich zu Beginn und hätten durch Paul van Humbeck früh in Führung gehen können. Freistehend vor dem Filatow-Tor verfehlte er jedoch fahrlässig (3.).

Die Pressekonferenz.„Mit Kopf und Fuß für Luckenwalde.“

Gepostet von FSV 63 Luckenwalde e.V. am Samstag, 17. November 2018

Obwohl die Kistenmacher-Truppe offensichtlich mit manchmal recht unattraktiv wirkendem Ballgeschiebe in den hinteren Reihen versuchten den Gegner aus der dicht gestaffelten Defensive zu locken, taten die kompakt stehenden LFC-Kicker ihnen nicht den Gefallen. Dennoch erarbeiteten sich die Gäste mit zunehmender  Dominanz nach und nach ein deutliches Chancenplus. Allerdings verfehlten die erneut zu den Aktivposten zählenden Christian Flath (Freistoß knapp an Mauer und Tor vorbei) und Takahiro Tanio (Kopfball nach Becker-Flanke -10.Minute) zunächst kanpp. Bevor diese beiden Kicker innerhalb von vier Minuten den FSV dann auf die vermeintliche Siegerstraße bringen konnten, hatte der LFC nach einem energisch vorgetragenen Konter erneut über Paul van Humbeck allerdings die bis dahin größte Führungschance. Doch auch Florian Matthäs jagte das Leder frei vor Filatow auftauchend über das Tor. Das Zustandekommen des Führungstreffers durch Takahiro Tanio war dann allerdings sehenswert. Nach kurzem Antritt paßte Christian Flath steil auf Pascal Borowski. Der hätte eigentlich schon den Abschluß suchen können, übersah aber nicht den besser postierten Tanio, der letztlich problemlos einschob -0:1. Christian Flath blieb es wenig später vorbehalten, nach weitem Diagonalpaß die Führung auszubauen. Nach geschickter Ballmitnahme ließ er auch noch Keeper Marvin Parchmann aussteigen und vollendete ebenfalls souverän -0:2. Daß der LFC nach dem zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Rückstand noch vor der Pause innerhalb von zwei Minuten ausgleichen durfte, hatte zum einen mit etwas Glück bei Clemens Koplins Eigentor, er köpfte beim Abwehrversuch nach einem LFC-Freistoß das Leder ins eigene Tor – 1:2, aber auch mit unnötigen Leichtfertigkeiten im Defensivverhalten des FSV zu tun. Wenn dem Ausgleich der Gastgeber durch Florian Matthäs auch ein nicht geahndetes Foulspiel im Mittelfeld voraus gegangen sein soll, war abermals Paul van Humbeck auf der linken Angriffsseite wiederholt sträflich frei und dieses Mal vollendete Florian Matthäs seine Eingabe sicher -2:2.

Halbfinale Ludwigsfelder FC – FSV 63 3 : 6 (2:2) n.V.Was für ein Pokalspiel. Danke Jungs.

Gepostet von FSV 63 Luckenwalde e.V. am Samstag, 17. November 2018

Nachdem Maciej Kwiatkowski im Anschluß an die zweite FSV-Ecke nach präziser Flanke Daniel Beckers die abermalige FSV-Führung mittels Kopfball erzielt hatte, stand Bruder Leichtfuß leider auch beim erneuten Ausgleich des LFC Pate. Zunächst leitete FSV-Torhüter Konstantin Filatow, der sich manches Mal mit unnötigen Nebensächlichkeiten selbst der erforderlichen Konzentration auf sein Torwartspiel beraubte und sich damit den Unmut einiger FSV-Fans zuzog, nach unnötiger Tändelei mit unkontrolliertem Befreiungsschlag den nächsten LFC-Angriff ein. Beim folgenden Freistoß ließ er das Leder dann nach vorn prallen, so daß Christopher Lemke zum erneuten und vom LFC-Anhang lautstark bejubelten Ausgleich ungehindert vollenden konnte. Danach dominierten die Gäste das Spielgeschehen aber zusehends und hatten nach gelb-roter Karte Markus Goedes, die er nach Foulspiel gegen Takahiro Tanio sah, neben klarer Chancenvorteile auch noch eine numerische Überlegenheit. Eigentlich hätte die Vielzahl hochkarätiger Möglichkeiten für den FSV in der verbleibenden Zeit reichen müssen um das Duell in der regulären Spielzeit zu gewinnen. Doch sowohl der agile Konstantin Hennig (61.), der an den meisten Angriffsaktionen in irgendeiner Form beteiligte Daniel Becker (85. und 88.) und nicht zuletzt auch noch der sich immer häufiger ins Offensivspiel seiner Mannschaft einschaltende FSV-Kapitän Marcel Hadel mittels Seitfallzieher an den Pfosten blieb auch bei besten Chancen nicht der Erfolg vergönnt. Den aufopferungsvoll kämpfenden Löbenberg-Schützlingen, war es trotz der Unterzahl schließlich gelungen die Entscheidung noch zu verschieben.

LFC-Coach Volker Löbenberg, der seiner Mannschaft trotz der letztlich doch noch klaren Niederlage keine Vorwürfe machte, gestand nach dem Spiel unumwunden, daß seine Spieler, sicher auch wegen der recht langen Unterzahl, in der Verlängerung nichts mehr zum Zusetzen hatte. Letztlich ließen die Gäste dann in den 30 Nachspielminuten auch nichts mehr anbrennen und profitierten dabei gleich zweimal von der überragenden Schußtechnik Daniel Beckers (100. und 108.), der mit sehenswerten Distanzschüssen, bei denen LFC-Torhüter  Marvin Parchmann allerdings nicht immer die beste Figur machte, seine Mannschaft auf die Siegerstraße brachte. Der Schlußpunkt in diesem Pokal-Viertelfinale, das von dem erfahrenen Unparteiischen Henry Müller einige Male mit seltsamen Entscheidungen geleitet wurde, blieb laut Spielformular nochmal Takahiro Tanio  vorbehalten.

LFC: Parchmann – Pollow (ab 97. Eichhorn), Gerlach, Goede, Ringelhardt (ab 57. Kowalski) –  Florian Matthäs (ab 105. Ladewig), Nüsse, Felix Matthäs, van Humbeck – Hager, Lemke

 

FSV 63: Filatow – Koplin (ab 105. Budde), Francisco, Kwiatkowski, Hadel – Hennig (ab 107. Juhasz), Becker, Müller (ab 100. Arnold), Borowski – Flath (ab 112. Richter) – Tanio  

 

SR: Henry Müller (Cottbus)

Zuschauer: 752

 

Tore: 0:1 (33.) Tanio, 0:2 (37.) Flath, 1:2 (55.) Eigentor Koplin, 2:2 (43.) Florian  

            Matthäs, 2:3 (50.) Kwiatkowski, 3:3 (54.) Lemke, 3:4 (100.) Becker, 3:5 (108.)

            Becker, 3:6 (118.) Tanio

   

Gelbe Karten: Felix Matthäs, Goede, Nüsse, Kowalski, Florian Matthäs  – Flath,

                            Tanio, Borowski, Becker, Müller

 

Gelb-Rot: Goede (74. wiederholtes Foulspiel)

 

Beste Spieler: van Humbeck, Lemke –  Flath, Borowski, Tanio, Hennig 

 

Fred Krüger

AOK Landespokal Viertelfinale

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