FSV 63 Luckenwalde – VfL 96 Halle 2 : 2 (1:1)

Der VfL 96 Halle zählt offensichtlich nicht zu den Lieblingskontrahenten des FSV 63. Am Samstagnachmittag dauerte es trotz der Favoritenrolle der Luckenwalder nicht mal eine Minute bis der Ball das erste Mal in den Maschen des Tores von Konstantin Filatow landete.

Edgar Bubbe war bei einem Konterversuch ein paar Meter weiter aufgerückt und überliess so Linus Lorenz auf dem linken Flügel genügend Zeit präzise zu flanken. Den anschließenden Kopfball konnte Konstantin Filatow noch parieren, gegen den Nachschuss Johann Kowalewicz´ kam Steve Müller zu spät und Filatow blieb machtlos -0:1. Die Kistenmacher-Truppe schien verunsichert, allen voran Konstantin Filatow, der mit seinen Abschlägen gleich mehrfach patzte.

Aber die FSV-Kicker kämpften sich nach und nach zurück ins Spiel, wurden in ihrem Vorwärtsdrang aber mehrfach von taktischen Fouls der Hallenser gebremst, die der sonst souverän wirkende Schieri Bartnitzki aus Erfurt zum Leidwesen der Gastgeber aber nicht mit der erforderlichen Konsquenz ahndete.

Eine erste hochkarätige Chance ergab sich für Maciej Kwiatkowski, der nach weiter Flanke Christian Flaths ziemlich unbedrängt zum Kopfball kam. Doch das Leder trudelte am linken Pfosten vorbei (8.). Nach präziser Flanke Daniel Beckers kam der einsatzstarke José Raimundo Silva Magalhaes in der 17.Minute überraschend aus knapp zehn Metern freistehend zum Abschluß, jagte das Leder aber über das Tor.

So mussten die FSV-Anhänger unter den 226 Zuschauern bis zur 32.Minute warten, bis Christian Flath nach unnötigem Foul an Pascal Borowski zum Foulstrafstoss antreten und souverän zum verdienten Ausgleich vollenden durfte.

Als Silva bereits kurz nach dem Seitenwechsel im Anschluss an die vierte FSV-Ecke aus Nahdistanz ziemlich unbedrängt zur erstmaligen FSV-Führung einnicken und so seine über weite Strecken ansprechende Leistung krönen konnte, wähnte sich der Favorit endlich auf der Siegerstrasse.

Doch die immer noch stark abstiegsgefährdeten Hallenser gaben sich noch lange nicht geschlagen. Chancen ergaben sich in der Folgezeit hüben wie drüben. Halles Torjäger Tommy Kind setzte in der 56.Minuten ein erstes Achtungszeichen, verfehlte aber aus 15 Metern denkbar knapp. Auf der anderen Seite versuchte Christian Flath noch aus der eigenen Hälfte den relativ weit vor seinem Tor postierten Nicholas Waite zu überraschen, verfehlte aber das weit entfernte Gästetor (58.).

Silva zeigte sich nach langem Dribbling im VfL-Strafraum recht uneigennützig, machte diese gute Möglichkeit aber selbst mit einem zu schlampigen Querpass zunichte (64.).

Fast im Gegenzug schlugen dann aber die Gäste doch erfolgreich zu. Bei einem Konter wurde der Ball schnell auf halbrechts in die Spitze gespielt. Torjäger Kind war für den bis dahin an Stelle Tobias Franciscos in der Innenverteidigung agierenden Steve Müller zu schnell und überwand auch noch Filatow mittels Schrägschuss aus etwa zwölf Metern zum 2:2-Ausgleich (65.)

Noch blieb eigentlich genug Zeit um das Ergebnis wieder in die erwarteten und gewünschten Bahnen zu lenken. Vor allem Christiann Flath aber auch Konstantin Hennig waren bei ihren Dribblings fast gar nicht oder nur schwer vom Ball zu trennen. So setzte Hennig nach 70 Minuten zu einem langen Solo fast über den halben Platz an. Bei seinem Abschluß aus etwa 16 Metern schien dann aber die Kraft zu fehlen und Waite konnte problemlos parieren.

Als Christian Flath in der 81. Minute nach tollem Solo in den gegnerischen Strafraum bereits vor Torhüter Waite auftauchte und sogar selbst den Abschluß suchen konnte, letztlich aber quer auf den besser postierten Silva passte, schien die erneute Führung doch fällig. Silva hatte aber offensichtlich nicht mit dem Zuspiel gerechnet, so dass auch dieser Hochkaräter ohne zählbaren Erfolg für die Luckenwalder verpuffte. Irgendwie wollte das Leder einfach nicht über die Hallenser Torlinie gehen.

In der Schlußminute musste sich Konstantin Filatow nach einem Kopfball im Anschluss an die erste Gästeecke sogar mächtig lang machen, um für seine Mannschaft wenigstens noch das Remis zu halten, womit die Kistenmacher-Truppe zwar immer noch im Soll, was die Plätze 1 bis 3 anbelangt, liegt. Platz eins können sie aber nun aus eigener Kraft nicht mehr erreichen.       

FSV 63: Konstantin Filatow – Edgar Budde, Steve Müller (ab 75. Jonas Schmidt), Maciej Kwiatkowski, Clemens Koplin – Konstantin Hennig,  Tobias Francisco, Daniel Becker, Pascal Borowski – Christian Flath – Jose Raimundo Silva Magalhaes  

SR: Daniel Bartnitzki (Erfurt)

Zuschauer: 226

Tore: 1:0 (1.) Kowalewicz, 1:1 (32. Foulstrafstoß) Flath, 2:1 (50.) Silva, 2:2 (65.)Kind 

Gelbe Karten: Francisco – Gnieser

Beste FSV-Spieler: Borowski, Flath, Silva

Fred Krüger

25.Spieltag-FSV-63-Luckenwalde-VFL-Halle2

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