Mit einem straffen Schuss überwindet Denys Repetylo (FSV 63 Luckenwalde II, r.) den Wünsdorfer Interimsschlussmann Alphonse Metchomnou zum 3:1 in der 31. Spielminute. © Frank Neßler

Landesklasse Ost: Der FSV 63 II besiegt den MTV mit 6:1 und bleibt Tabellenzweiter.

Zahlenmäßig deutlich mit 6:1 gewannen die Luckenwalder Landesklassen-Fußballer am Sonnabendvormittag zu ungewohnt früher Stunde ihr Heimspiel gegen den MTV Wünsdorf. Die Partie wurde bereits um 10.30 Uhr auf dem Sportplatz am Baruther Tor angepfiffen. Grund dafür war das Oberliga-Topspiel am Sonnabendnachmittag im Seelenbinder-Stadion zwischen dem FSV 63 Luckenwalde und Chemie Leipzig, das mit einem 5:0-Sieg für die Gastgeber endete.

 

Auch die vorherige Landesklassen-Partie sollte torreich sein. Keine drei Minuten waren gespielt, da lag der Ball am Samstagvormittag erstmals im Wünsdorfer Gehäuse. Sicherlich ungewollt, aber sehenswert lenkte Patrick Hagen eine scharfe Hereingabe von Mikael Arsumanjan in die eigenen Maschen. Das frühe Gegentor machte die Aufgabe für die ersatzgeschwächt und ohne etatmäßigen Torwart angereisten Gäste nicht einfacher. Schon wenig später erhöhte Christopher Lange (9.) nach Doppelpass zwischen Denys Repetylo und Aaron Bogdan auf 2:0.

Doch auch die Luckenwalder Reservisten erwiesen sich defensiv anfällig. Das zeigte sich Mitte der ersten Halbzeit. Kevin Böger (24.) erzielte nach einem schnörkellos vorgetragenen Konter den Anschlusstreffer. Die Hausherren hatten allerdings genug offensives Potenzial in ihren Reihen, um die Abwehrschwächen auszubügeln. Denys Repetylo (31.) stellte den alten Abstand wieder her und Bogdan (37.) markierte per Strafstoß nach Foul an Johannes Neumann den 4:1-Pausenstand.

In der zweiten Halbzeit luden die Hausherren ihre Gäste durch einfache Fehler und mangelndes Zweikampfverhalten zum Mitspielen ein. Allerdings fehlte es den Wünsdorfern an Effektivität, um daraus Kapital zu schlagen. Florian Miegel, der eingewechselte Patrick Gamroth oder Böger vergaben gute Gelegenheiten. Auf der anderen Seite deuteten die Luckenwalder Reservisten mit einem Pfostenschuss von Neumann ihre Gefährlichkeit an. Der für den in der Pause verletzt ausgewechselten Repetylo ins Spiel gekommene Doppeltorschütze Jan Niklas Hasche (56., 90.) stellte den Endstand her.

„In der Summe steht ein 6:1-Erfolg“, erklärte der Luckenwalder Trainer Rainer Stock, „deshalb kann ich auch mit nur einer starken Halbzeit zufrieden sein.“ Sein Wünsdorfer Amtskollege Ronald Mersetzky haderte mit dem Momentum seiner Mannschaft. „Unsere Situation ist schwierig“, sagte er, „die Luckenwalder waren uns fußballerisch und konditionell überlegen, auch wenn wir es nach dem schnellen Zwei-Tore-Rückstand vor allem in der zweiten Halbzeit recht gut gemacht haben.“