FSV-Präsident Dirk Heinze (r.) mit Antonin Hennig, der in der Partie gegen Union Sandersdorf verletzt ausgewechselt werden musste. © Frank Neßler

NOFV-Oberliga Süd: Der FSV 63 Luckenwalde vor dem  Saisonendspurt.

Zwei Meldungen aus dem Gebiet des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) rüttelten in dieser Woche die Fußballwelt hierzulande auf: Der FC Oberlausitz Neugersdorf zieht sich aus der Regionalliga zurück und der Regionalligaabsteiger Budissa Bautzen plant einen Neustart in der Sachsenliga.

Dies bleibt nicht ohne Auswirkungen für Brandenburg. Optik Rathenow profitiert davon. Der Verein um Trainerikone Ingo Kahlisch bleibt als Tabellenvierzehnter in der Regionalliga. Die jeweiligen 14. der Tabellen der Oberliga-Nord und -Süd ermitteln in einer Relegation den letzten Absteiger aus den beiden Staffeln.

Für den FSV 63 Luckenwalde, Tabellenzweiter der Oberliga Süd, haben die Rückzüge der beiden Sachsenclubs zunächst keine Auswirkungen. „Außerdem werden wir ja Meister“, gibt sich der Vereinspräsident der Brandenburger, Dirk Heinze, optimistisch. Der Rückstand der Luckenwalder Oberligafußballer auf Tabellenführer Chemie Leipzig beträgt zwei Spieltage vor Saison-Ultimo allerdings weiterhin vier Punkte. Am kommenden Wochenende kann bereits die Entscheidung im Spitzenkampf der Oberliga Süd fallen. „Wir wollen auf jeden Fall unsere beiden noch ausstehenden Punktspiele gewinnen“, kündigte FSV-Vereinspräsident Heinze an. Nach einer Woche Regeneration mit weniger Trainingspensum haben die Luckenwalder Oberligafußballer erstmal ein spielfreies Wochenende.

Clubchef Heinze reagiert auf die Meldungen aus Neugersdorf und Bautzen jedenfalls mit einer gewissen Genugtuung. Als Begründung für die Rückzüge wurde nämlich genannt, dass ein Lizenzentzug wegen des fehlenden Flutlichtes für die Regionalliga durch den NOFV angedroht worden ist. „Endlich drohen den Vereinen Konsequenzen, die Geld in den zurückliegenden Jahren lieber in teure Spieler als in den geforderten Ausbau der Infrastruktur gesteckt haben“, erklärte Heinze. Dadurch sei es zum Unmut in den solide wirtschaftenden und sich strikt an die Regularien haltender Clubs gekommen, so der FSV-Chef weiter, denn Vereine wie Fürstenwalde, Rathenow, Babelsberg oder die Luckenwalder selbst arbeiten nach seinen Worten anders.

Bleibt abzuwarten, ob der NOFV bei der Lizenzvergabe auch künftig konsequent auf die Einhaltung der wirtschaftlichen Regeln setzt. Sollten weitere Vereine zeitnah auf ihr Startrecht in der Regionalliga Nordost verzichten, könnte es für den FSV 63 zu Aufstiegsspielen kommen. Eine Mini-Chance gibt es. Gegner wäre in der Relegation der Tabellenzweite der Oberliga Nordstaffel. Aktuell ist das Tennis Borussia Berlin.

Quelle: Sportbuzzer

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