Luckenwalder Enttäuschung nach den vergebenen Chancen in der Schlussphase der Partie beim VfL Halle. © Frank Neßler

NOFV-Oberliga Süd: FSV 63 Luckenwalde spielt beim VfL 96 Halle 1:1

Einen Punkt entführten die Luckenwalder Oberligafußballer am Sonnabend aus dem Halleschen Stadion am Zoo. Von Gastgeber VfL 1896, nach eigener Aussage Hausherr von Deutschlands ältestem Stadion in Vereinsbesitz, trennte sich der FSV 63 nach torlosen ersten 45 Minuten am Ende 1:1-unentschieden. Wenige Minuten nach der Pause ging zunächst der VfL Halle durch Max Worbs (51.) in Führung. Nur 180 Sekunden später markierten die Gäste den Ausgleich. Daniel Becker (54.) verwandelte einen Elfmeter nach Foul an Takahiro Tanio zum 1:1.

„Wir haben heute einen Punkt gewonnen“, erklärte der Luckenwalder Trainer Jan Kistenmacher. Vor allem in der ersten Halbzeit hatten seine Schützlinge zunächst einen schweren Stand. Dafür gab es gleich mehrere Gründe. Hauptsächlich konnten die Luckenwalder bei schwierigen Platzverhältnisse ihre technischen Vorzüge nicht ausspielen. „Bei jedem flachen Pass holperte der Ball über den Rasen“, stellte Kistenmacher fest. Dazu kamen ein böiger Gegenwind und die körperlich sehr robuste Spielweise der Gastgeber. Die Luckenwalder konnten sich nicht entfalten. Als nach gut einer Viertelstunde auch noch ihr Mittelfeld-Strippenzieher Christian Flath verletzt ausgewechselt werden musste, spielte dies den Hausherren zusätzlich in die Karten.

Zwar tauchten die Luckenwalder vor allem bei Standards das ein oder andere Mal durchaus gefährlich vor dem VfL-Tor aus, aber die weit aus größeren Chancen waren bis zur Pause auf Seiten des VfL Halle zu registrieren. Rutschte Worbs in der 24. Minute der Ball noch über den Schlappen, verhinderte FSV-Keeper Konstantin Filatow wenig später gegen die frei vor ihm auftauchenden Schadi Soueidan und Tommy Kind mit gutem Stellungsspiel und erstklassigen Reflexen Schlimmeres. Die letzte Szene der ersten Hälfte gehörte jedoch den Luckenwaldern. Nach einer Ecke von Pascal Borowski strich ein abgefälschter Schuss des eingewechselten Steve Müller knapp am Pfosten des VfL-Tores vorbei.

Mit dem festen Willen, die Partie für sich zu entscheiden, kamen die Luckenwalder schwungvoll aus der Kabine. Doch sie wurden kalt erwischt. Worbs setzte sich auf der linken Außenbahn durch und sein Schuss saß. Die Hausherren führten nach dem Spielverlauf zu diesem Zeitpunkt nicht mal unverdient.

Allerdings nicht lange. Nach einem weiten Ball aus der FSV-Abwehr sprintete Tanio in den VfL-Strafraum. Der Luckenwalder erlief das Leder, schlug einen Haken und wurde dabei vom Verteidiger von den Beinen geholt. Schiedsrichter Tim Ziegler aus Straßberg zeigte sofort auf den Punkt. Becker verwandelte den Elfmeter souverän.

Anschließend war es eine ausgeglichene Partie. Becker vergab nur wenige Minuten nach dem Ausgleich die Luckenwalder Führung. Freie Schussbahn und den Ball auf seinem starken linken Fuß, jagte er das Leder weit übers VfL-Tor. Die schwierigen Platzverhältnisse sind ihm beim Abschluss wohl zugute zu halten.

Auf der anderen Seite flog ein abgefälschter Schuss von Lukas Englich erst an Freund und Feind im Luckenwalder Strafraum und schließlich am langen Pfosten vorbei. FSV-Kapitän Marcel Hadel klärte wenig später nach Hereingabe von Kind im Angriffszentrum der Gäste.

In der letzten Viertelstunde der Partie waren die Luckenwalder näher dran am Siegtor als die Hausherren. Ein 25-Meter-Schuss des wenig später ausgewechselten Magalhaes segelte am Tor vorbei, Tanio setzte den Ball nach Freistoß-Hereingabe von Becker über das Gehäuse und Borowski zwang VfL-Schlussmann Nicholas Waite nach einem weiten Einwurf zu einer Glanzparade. Wenig später pfiff Schiedsrichter Ziegler die Begegnung ab.

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