FSV 63 Luckenwalde – FC Eilenburg 3 : 0 (0:0)

Vor einer Woche beim Tabellendritten Inter Leipzig wussten die Luckenwalder im ersten Spiel nach der Winterpause voll zu überzeugen. Nun erwartete man am vergangenen Samstag mit dem Tabellenvierten FC Eilenburg die laut FSV-Coach Jan Kistenmacher beste Mannschaft der Rückrunde im Seelenbinder-Stadion. Warum die Sachsen mittlerweile  zu den Spitzenteams der Oberliga Süd zählen, unterstrichen sie in den ersten 45 Minuten mit diszipliniertem Auftreten und geschlossener Mannschaftsleistung recht eindrucksvoll. Den Gästen gelang es zwar bis auf einen Distanzschuss Fabian Döbelts in der 35.Minute so gut wie gar nicht, das von Konstantin Filatow gehütete Tor mal in Gefahr zu bringen. Hinten liessen sie in den ersten 45 Minuten aber eben auch keine verheissungsvollen Chancen des Tabellenführers zu.

Und dennoch konnte Jan Kistenmacher nach dem Spiel stolz verkünden, dass sein Matchplan gegen den guten Kontrahenten aufgegangen sei, galt es doch geduldig zu spielen und irgendwann eine der sich zwangsläufig ergebenen Chancen zu nutzen. Diese Geduld begann sich bereits kurz nach dem Pausentee auszuzahlen. Tim Göth, der sich auch in diesem zweiten Punktspiel nach der Winterpause als deutliche Verstärkung für das Angriffsspiel des FSV präsentierte, übersah nach einem Luckenwalder Konter bei seinem Antritt auf links nicht den am zweiten Pfosten einlaufenden Christian Flath. Der hatte dann keine Probleme, das Leder zur erlösenden FSV- Führung über die Linie zu drücken (48.).

Diese Führung spielte den Gastgebern natürlich in die Karten. Und dennoch gab es wenig später, so etwas zehn  Minuten nach dem Seitenwechsel mehrere Situationen, in denen die Luckenwalder Defensive häufig keinen Zugriff auf die ballsicheren Eilenburger Angreifer bekam. Aber letztlich überstanden die Kistenmacher-Schützlinge auch diese Spielphase ohne dass Filatow überhaupt entscheidend eingreifen musste.

Mittlerweile hat der FSV-Trainer mehrere Spieler in seinen Reihen, die durch ihre individuelle Klasse und ihre Antrittsschnelligkeit sowohl in der Offensive aber auch defensiv die entscheidenden Zweikämpfe für sich entscheiden können. Was Antonin Hennig, Pascal Borowski, Christian Flath, Takahiro Tanio und nunmehr auch Tim Göth an Laufbereitschaft, und das auch oft in hohem Tempo, demonstrieren, kann immer häufiger den Unterschied ausmachen. So benötigte Christian Flath bei seinem zweiten Treffer zwar etwas Glück als sein  Distanzschuss noch abgefälscht wurde und sich dann unerreichbar für Torhüter Andreas Naumann in die Maschen senkte, aber den entscheidenden Vorteil vor dem Torschuss hatte er sich mit kurzem Antritt und geschicktem Dribbling verschafft (68.).

Den dritten Treffer bereitete schließlich der kurz zuvor eingewechselte Jose Raimundo Silva Magalhaes mit klugem Zuspiel auf Torjäger Takahiro Tanio vor. Der besiegelte schliesslich in gewohnt abgeklärter Manier den  klaren 3:0-Sieg für die Luckenwalder.                                              Wenn dieser FSV-Sieg laut einhelliger Meinung beider Trainer nach dem Spiel auch um mindestens ein Tor zu hoch ausfiel, war er dennoch verdient, so dass sich der FSV 63 nach den ersten beiden Spielen im neuen Jahr weiter auf der Erfolgsspur befindet. Jan Kistenmacher muss in den nächsten Partien am kommenden Sonntag in Gera und am 16.03. zu Hause gegen Zörbau wohl oder übel damit leben, dass seine Mannschaft als Favorit in die Auseinandersetzungen geht.          

FSV 63: Filatow – Hadel, Francisco, Kwiatkowski (ab 26. Budde), Bogdan – Hennig, Müller (ab 59. Arnold), Borowski, Göth – Flath (ab 79. Silva), Tanio

 

SR: Jacob Pawlowski (Berlin)

Zuschauer: 301

 

Tore: 1:0 (48.) Flath, 2:0 (68.) Flath, 3:0 (84.) Tanio

 

Gelbe Karten: Müller, Hennig, Bogdan

 

Beste Spieler: Bogdan, Hennig, Borowski, Flath

Fred Krüger

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