Landesklasse Ost: Storkower SC – FSV 63 Luckenwalde 3:5 (0:3)

 

„Wir hatten für die Begegnung gegen Storkow zwei Zielstellungen. Wir wollten das Spiel gewinnen und dabei ohne Gegentor bleiben“, gab FSV-Trainer Rainer Stock die Marschroute für seine Mannschaft beim Tabellenletzten vor.

Die Luckenwalder Landesklassenfußballer starteten dann auch perfekt in die Partie. Bereits nach 15 Sekunden gingen sie durch ein kurioses Tor in Führung. Nach einem Doppelpass mit Yves Tinius drang Denys Repetylo in Strafraum der Gastgeber ein. Sein Torschuss wurde zunächst geblockt, prallte zurück an sein Bein und von dort aus ins kurze Eck des Storkower Gehäuses (1.). Nach dem frühen Gegentor verflachte die Partie zusehends. Der unebene Rasenplatz im Storkower Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark ließ zudem ein flüssiges Passspiel kaum zu. Dennoch müssen sich die FSV-Fußballer den Vorwurf gefallen lassen, viel zu behäbig im Spielaufbau agiert zu haben. Ebenso war das Positionsspiel mangelhaft. „Wir hatten nicht die gewünschte Breite im Spiel und zu wenig die Anspielpositionen dort, wo sie zu besetzen waren“, musste Stock feststellen. Gleichwohl sollte die FSV-Elf scheinbar noch vor der Pause für die Vorentscheidung sorgen. Erst war Mario Kerstein nach Eingabe von Denys Repetylo erfolgreich (32.). Es war sein Premierentreffer im Männerbereich. Kurz vor der Pause erhöhte Christopher Lange mit einem fulminanten Schuss in den Dreierangel schließlich sogar auf 0:3 (42.). Vorlagengeber war erneut Denys Repetylo, der eine Ablage von Tim Rosin hinter die gegnerische Abwehrkette chippte und Lange zu seinem zweiten Saisontor führte. Obwohl die Gäste nur den nötigsten Aufwand betrieben, gingen sie mit einer klaren Führung in die Halbzeitpause.

Als nur vier Minuten nach dem Seitenwechsel Patrick Bergemann einen punktgenauen Freistoß von Christopher Lange per Kopf zum 4:0 verwertete, schien das Spiel beim Tabellenletzten frühzeitig entschieden (49.). Die endgültige Entscheidung verpasste Repeytlo, als er auf das Storkower Tor zulaufend an SC-Torhüter Fey scheiterte anstatt quer auf den mitgelaufenen Yves Tinius zu passen. Anschließend folgte eine nicht zu erklärende Schwächephase des FSV. Innerhalb von nur sieben Minuten kamen die bis dahin offensiv völlig harmlosen Gastgeber auf 3:4 heran (66., 67., 72.). Mit haarsträubenden individuellen Fehlern luden die Stock-Schützlinge Storkow geradewegs zum Toreschießen ein. Ein sicher geglaubter Sieg schien nun in Gefahr. Vier Minuten vor dem Spielende erlöste Christopher Lange sein Team und erzielte nach einem blitzsauberen Konter das verdiente 3:5 (86.). Anschließend hätten die Luckenwalder das Ergebnis noch deutlich erfreulicher gestalten können. Sie scheiterten allerdings an ihrer Eigensinnigkeit und fehlenden Präzision im Torabschluss. „Wir freuen uns sehr über den Sieg. Nach 9 Spieltagen 22 Punkte auf dem Konto zu haben, ist einfach eine tolle Sache. Das Endergebnis ist aber weniger erfreulich. Drei Gegentore gegen die bis dato schwächste Offensive der Liga zu kassieren, geht einfach nicht. Wie wir so ein überlegen geführtes Spiel fast noch herschenken, ist mir unerklärlich. Das sollte uns für die künftigen Spiele Mahnung genug sein“, erklärte FSV-Trainer Stock nach Spielschluss.

 

FSV 63 Luckenwalde: Richter, Bergemann, Bötsch (ab 70. Hahlweg), Krenz, Troch, Bogdan, Repetylo, Tinius, Kerstein, Lange (ab 87. Voigt), Rosin (ab 70. J.-N. Hasche)

Other Articles

Nachwuchs