2. Spieltag in der Oberliga Süd
TV Askania Bernburg – FSV 63 Luckenwalde 0 : 7 (0:2)

Eine Woche, nachdem die FSV-Mannschaft das Spiel in der ersten Runde im Landespokal beim Landeligisten Wacker Ströbitz erst  im Elfmeterschießen gewonnen hatte, war man offensichtlich bestrebt, im zweiten Saisonspiel wieder Nägel mit Köpfen zu machen. Die Gastgeber befanden sich dabei bereits in Zugzwang, da man das Auftaktspiel der neuen Saison vor zwei Wochen beim Aufsteiger FC Grimma mit 2:3 verloren hatte, hoffte aber vor der Begegnung gegen den FSV, „die Euphorie des Sieges aus dem Landespokal“ mitnehmen zu können.

hochmotivierte Bernburger

Folgerichtig versuchten die hochmotiviert beginnenden Bernburger gleich mit dem Anpfiff die Luckenwalder mit konsequentem Pressing unter Druck zu setzen und waren im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit durchaus bestrebt, auch offensiv Akzente zu setzen. Damit taten sie allerdings den schon bald optisch gefälligeren und zweikampfstärkeren Luckenwaldern einen Gefallen. Denn so ergaben sich für die Kistenmacher-Schützlinge die Räume, die sie für ihr zeitweise beeindruckendes Angriffsspiel benötigten. Bis zur 20.Minute konnten sich die Gäste gleich vier mal bis zur Grundlinie durchsetzen, ließen beim Abschluß aber noch die nötige Präzison oder Schärfe vermissen. Die Askania-Mannschaft versuchte hingegen immer wieder mit steilen Zuspielen auf ihre zu diesem Zeitpunkt noch schnellen und lauffreudigen Spitzen ihrerseits zum Erfolg zu kommen.

Elfmeter bringt die Wende

Für den Führungstreffer zeigte sich dann aber doch einmal mehr FSV-Kapitän Marcel Hadel verantwortlich. Nach  Foulspiel von Askania-Keeper Maximilian Heidel an Christian Flath hatte Schieri Tim Ziegler sofort auf den Punkt gezeigt. Hadel vollendete absolut sicher (22.)  Das 2:0 nach einem Kopfball Tobias Franciscos bedeutete dann schon fast eine Vorentscheidung, da die Gastgeber selbst ein Missverständnis zwischen Edgar Budde und FSV-Keeper Konstantin Filatow in der 39.Minute nicht zum durchaus möglichen Torerfolg nutzen konnten. 

Schützenfest im zweiten Durchgang

Spätestens mit dem Hattrick Daniel Beckers zwischen der 51. und 67. Minute waren dann alle Messen gesungen. Bei seinem ersten Treffer war der im Mittelfeld phasenweise überragend auftrumpfende Pascal Borowski der Vater des Tores. Nach seinem Steilpaß bediente Nils Gottschick den Torschützen, der noch zwei Gegenspieler ins Leere laufen ließ und schließlich zum vorentscheidenden 0:3 einschoß. Seinen zweiten Tagestreffer, das 0:4 besorgte Daniel Becker mittels Freistoß vom rechten Strafraumeck mit seinem starken linken Fuß. Das Leder drehte sich unhaltbar für Keeper Heidel in den rechten Dreiangel. Und seinen dritten Treffer in diesem Spiel erzielte Becker schließlich nach einem erneuten Konter und präziser Eingabe des von den Bernburgern nicht mehr zu haltenden Pascal Borowski. Die Gastgeber hatten offensichtlich bereits in der ersten Hälfte ihr Pulver verschossen und wirkten mittlerweile stehend k.o. Eigentlich hätte das Ergebnis für die Gastgeber noch drastischer ausfallen können. So blieb es aber nach einem satten und platzierten Distanzschuß Christian Flaths zum 0:6 in der 80. und nach einem Kopfball von Jose Raimundo Silva Magalhaes im Anschluß an die neunte FSV-Ecke in der 89. Minute bei dem alles in allem verdienten Kantersieg der Luckenwalder in Bernburg. 

FSV 63: Filatow – Tobias Göth (ab 70. Silva Magalhaes), Budde Francisco, Hadel – Koplin (ab 83. Müller), Borowski, Vierling, Gottschick (ab 57. Hennig) – Becker,  Flath

SR: Tim Ziegler (Straßberg)

Zuschauer: 128

Tore: 0:1 (22.) Hadel (Foulstrafstoß), 0:2 (27.) Francisco, 0:3 (51.), 0:4 (62.), 0:3  (67.) alle Becker, 0:6 (80.) Flath, 0:7 (89.) Silva

Gelbe Karten: Tobias Göth

Beste Spieler: Francisco, Borowski, Becker            

Fred Krüger

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