Patrick Richter (l.) brachte den FSV Luckenwaldenach 49 Minuten vor 412 Zuschauern mit 1:0 in Führung.

NOFV-Oberliga Süd: Team von Trainer Jan Kistenmacher bezwingt Wismut Gera.

Als die Zeit für ein Statement gekommen war, am Sonnabendnachmittag in den Katakomben des Werner-Seelenbinder-Stadions, zollte Frank Müller der Leistung des Gegners fair Respekt. „Es war ein hochverdienter Sieg“, räumte der Coach der BSG Wismut Gera ein, „trotzdem muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment machen, weil sie heute gefightet hat.“

 

Mit 1:2 (0:0) hatte die Ballsportgemeinschaft Wismut aus Ostthüringen das Duell in der NOFV Fußball-Oberliga Süd beim FSV 63 Luckenwalde verloren – natürlich sehr zur Zufriedenheit von FSV-Cheftrainer Jan Kistenmacher: „Wir haben das Spiel gewonnen und drei Punkte geholt, damit ist meine Erwartungshaltung mehr als erfüllt. Wir haben uns viele hochkarätige Chancen und viele Standardsituationen erarbeitet, bei denen wir die Lösungen, die wir immer wieder trainieren, nicht umsetzen konnten. Das ist ein bisschen schade“, sagte er bei der anschließenden Pressekonferenz. „Ich glaube, es hat Spaß gemacht hier zuzuschauen, es war ein sehr interessantes Spiel und Spannung bis zur letzten Minute.“

Der Regionalliga-Absteiger war vor 412 Zuschauern nach 49 Minuten durch Patrick Richter mit 1:0 in Führung gegangen. Christian Flath erhöhte auf 2:0 (67.). Der Geraer Vertretung gelang aber durch Joseph Gröschke (80.) das 1:2. Die BSG war nun nur noch einen Treffer von einem Punktgewinn entfernt – dem FSV gelang es aber, den Vorsprung bis über die Ziellinie zu verteidigen. „Am Ende haben wir es noch einmal spannend gemacht“, sagt FSV-Sprecher Fred Krüger anschließend.

 Geras Coach Frank Müller hatte bereits vor der Partie mit einem schweren Gegner gerechnet. „Wir wussten, was uns in Luckenwalde erwartet, dass es hier ein stückweit Regionalligaformat hat und  man ein bisschen Spielglück braucht. Das hatten wir in der ersten Halbzeit zweifelsohne, aber dann haben wir die Tore hergeschenkt. Wir wollten am Ende noch einen glücklichen Treffer schießen, aber es sollte nicht sein“, urteilte der Coach des Traditionsvereins aus Gera.

Dank des Heimsieges fällt auch die Zwischenbilanz des Luckenwalder Ensembles nach dem vierten Durchgang auch so aus, wie vor der Saison von Trainer Kistenmacher und seinem Tross anvisiert. „Wir wollten unbedingt acht Punkte nach diesem Spieltag auf dem Konto haben“, sagt der Coach, „das ist uns zum Glück gelungen.  Jetzt sind wir wieder da, wo wir hinwollen. Mindestens zwei Punkte pro Spiel im Schnitt müssen wir einfahren. Wenn die Liga so unberechenbar bleibt – auch International Leipzig hat nur einen Punkte geholt und wir haben wieder aufgeschlossen – dann macht es Spaß und wir können uns auf eine interessante Liga freuen.“

Der FSV hat sich durch den Sieg wegen des besseren Torverhältnisses auf Rang zwei vor dem FC International aus der Messestadt  geschoben (beide acht Punkte). Am kommenden Sonnabend steht ein ganz besonderes Lokalduell auf dem Programm: Der BSC Preußen Blankenfelde-Mahlow empfängt in der zweiten Runde des AOK-Landespokals den FSV Luckenwalde (Oberliga Süd). Das Derby wird um 15 Uhr angepfiffen.


FSV Luckenwalde: Filatow, Kwiatkowski, Hadel, Koplin (90. Friedlander), Becker, Flath, Henning, Müller (37. Schmidt), Muniz dos Santos, Richter (84. Silva Magalhaes), Francisco.

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