Ein etwas nicht ganz so erwartetes Ergebnis überraschte uns gestern am 9. Spieltag der NOFV-Oberliga Süd. Zu Hause im “Seele” hieß es in der Partie gegen den 1. FC Merseburg Obacht geben. Denn die Fußballer aus Sachsen Anhalt entpuppten sich bisher als wahre Überraschung in der Liga. Besonders stark in Auswärtsspielen, war hier für den FSV 63 besondere Vorsicht geboten. Immerhin hieß es, den heiß begehrten ersten Tabellenplatz gebührend zu verteidigen. Beim dritten Flutlichtspiel in Folge, erwartete die Gäste im Werner-Seelenbinder-Stadion ein weiteres Spitzenspiel der Liga. Zuversichtlich genug gingen Kistenmachers Jungs ins Spiel, aber ein Endstand mit einer Differenz von sieben Toren hatte hier zu Beginn niemand erwartet.


Die Highlights zum Spiel – Kamera und Support von Vi Tva Sports

FSV 63 Luckenwalde gegen 1.FC Merseburg

Start eines starken Spieles

Gleich nach dem Anpfiff um 20 Uhr zeigte der FSV 63, wer hier Hausherr ist. Das Spiel wurde umgehend auf die Spielfeldhälfte der Merseburger verlegt. Die Zuschauer mussten nicht lange auf die ersten Chancen warten und konnten sich über eine spielstarke Mannschaft freuen.

Eine Anspannung beider Teams war zu spüren und so gab es bereits in der 4. Minute die erste gelbe Karte für Luckenwaldes Daniel Becker #8. Motiviert und voller Tatendrang hielt man sich weiter vor dem Tor des 1. FC Merseburg auf und in der 10. Minute war es Frank Rohde #14, der den Führungstreffer im Tor platzierte. Der Duck am Tor der Gäste ließ kaum nach und nur acht Minuten später hieß es in der 18. Spielminute bereits 2:0. Wieder war es Frank Rohde, der hier für einen neuen Spielstand auf dem Scoreboard sorgte.

Kurzeitig gab es dann etwas mehr Druck von den Gästen und wie vorab erwartet, war es Merseburgs #10 Kay Seidemann, dem in Sachen Geschwindigkeit und Wendigkeit kaum jemand etwas vormachen kann, der seiner Mannschaft zum ersten Treffer verhalf. Dem weiteren Druck der Gastgeber hatte Merseburg bis zur Halbzeitpause nichts mehr entgegenzusetzen. Frei nach dem Motto “aller guten Dinge sind drei” verpasste erneut Frank Rohde dem Merseburger Tor eine geballte Ladung. 3:1 hieß es inzwischen und mit diesem Ergebnis ging es in die verdiente Pause.


5 Tore für den FSV 63 in der zweiten Halbzeit

In der zweiten Halbzeit gab es für den FSV 63 Luckenwalde kein Halten mehr. Von der Auswärtsstärke der Gäste war nach dem Anpfiff kaum noch etwas zu merken und zur Freude aller Fans begann eine Serie an Toren, die bis dahin niemand erwartet hätte. Der 1. FC Merseburg fand nicht mehr ins Spiel und überließ den Kistenmacher-Schützlingen das Ruder fast gänzlich. In der 58. Minute war es Pascal Borowski, der das 4:1 machte. Der dreifache Torschütze des Tages, Frank Rohde, wurde in der 66. Minute durch Jose Raimundo Silva Magalhaes ausgetauscht, der gleich beim ersten Spielzug auf dem Feld das Publikum zum Toben brachte. Ein Tor des soeben eingewechselten Silva und dann noch beim ersten Ballkontakt – WOW! Besser kann es nicht laufen und wohlverdient zeigte die Tafel ein 5:1 an. Den Gästen wurde hier nun kein Raum mehr gelassen und wirkliche Chancen gab es nicht mehr.

Der FSV 63 Luckenwalde schien nun immer mehr aufzublühen und Edgar Budde #4 zimmerte in der 75. Minute das 6:1 ins Netz. Minute 83. sollte die von Tobias Francisco sein, der hier für ein unglaubliches 7:1 sorgte. Kurz vor Schluss gab es in Form eines Sahnehäubchens noch ein verdientes 8:1 von Aaron Bogdan #27, der das gesamte Spiel durchaus überzeugte. In Luckenwalde glaubte man auch vor dem Spiel an einen Sieg, aber ein solches Ergebnis kam doch unerwartet und sollte nun ausreichend Grund zum Feiern geben.


Gedenkminute für die Opfer von Halle

Direkt vor dem Anpfiff hieß es für 60 Sekunden absolute Stille im Stadion. Mit einer Gedenkminute erwiesen Spieler, Schiedsrichter und alle Anwesenden den Opfern und Hinterbliebenen des Anschlages in Halle eine gebührende Ehre und ein klares Statement gegen die Gewalt. Es ist immer wieder erschreckend, zu welchen Taten Menschen in der Lage sind und welchen Schaden und Trauer sie hinterlassen. Wir wünschen allen Hinterbliebenden auf diesem Wege viel Kraft und alles erdenklich Gute!

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