Christian Flath (FSV 63, r.) auf dem Weg zum 2:1-Halbzeitstand. Der Luckenwalder führt zusammen mit Tommy Kind (VfL 96 Halle) die Torjägerliste der NOFV-Oberliga Süd mit je 24 Treffern nach Abschluss der Saison 2018/19 an. © Frank Neßler

NOFV-Oberliga Süd: FSV 63 Luckenwalde gewinnt letztes Spiel der Saison vor heimischer Kulisse gegen den VfL Hohenstein-Ernstthal mit 5:1 (2:1) – Spielertrio der Gastgeber verabschiedet.

Emotional wurde es bereits vor dem Anpfiff des letzten Saisonspiels der Luckenwalder Oberligafußballer. Mit Jonas Schmidt, Richard Juhasz und Torwart Sandro Soraru verlässt ein Trio den Verein. Die Spieler wurden gebührend verabschiedet. Ihrer Tränen schämten sich dabei weder die Fußballer noch FSV-Vereinspräsident Dirk Heinze. Auf Schmidt und Soraru warten neue sportliche Herausforderungen beim beziehungsweise in Hannover. Der Ungar Juhasz geht nach dreieinhalb Jahren in Luckenwalde zurück in seine Heimat.

Alle drei scheidenden FSV-Fußballer kamen am Pfingstsonntag nochmals zum Einsatz. Juhasz und Schmidt standen in der Startformation der Luckenwalder. Torwart Soraru wurde in der 63. Minute eingewechselt und er hatte in seinem letzten Spiel für den FSV 63 noch einen großen Moment. In der Nachspielzeit hielt Soraru einen Handelfmeter von VfL-Kapitän Kai Enold und bewahrte seine Mannschaft mit dieser Riesentat vor dem zweiten Gegentreffer.

Die Partie selbst war zu diesem Zeitpunkt mit 5:1 längst entschieden. Clemens Koplin (10.) hatte die Hausherren nach klasse Vorarbeit von Juhasz in Führung gebracht. Der Ungar hatte seinen Gegenspieler auf der linken Außenbahn mit einer Körpertäuschung aussteigen lassen, lief ein paar Meter in Richtung Grundlinie und passte präzise auf seinen Teamkameraden in der Angriffsmitte – Koplin überwand den VfL-Schlussmann Pavel Petkov per Beinschuss.

Die Gäste, die als 15. der Tabelle der Oberliga Süd gegen Anker Wismar aus dem Norden in der Relegation die Chance auf den Klassenerhalt haben, kamen wieder ins Spiel zurück. Felix Kunert (29.) erzielte das 1:1. Die Hausherren hatten bis dahin die besseren Chancen. Christian Flath traf in der 17. Minute beispielsweise den Außenpfosten des VfL-Tores. Kurz vor der Pause war der Luckenwalder erfolgreicher. Flath (45.+1) erzielte das 2:1.

Gleich nach Wiederbeginn die Vorentscheidung. Koplin (47.) erhöhte auf 3:1. Die Gäste mussten aufmachen. Dies spielte den Gastgebern in die Karten, denn auf Luckenwalder Seite hieß es nun, alle für einen. Christian Flath sollte zur Torjägerkrone in dieser Saison in der Oberliga Süd verholfen werden. Doch irgendwie klebte dem 25-Jährigen das Pech am Schuh. So in der 77. Minute, als Flath nach Vorarbeit von Marcel Hadel frei vor dem VfL-Tor den Ball aus Nahdistanz an die Querlatte jagte. Wenig später war er dann aber nochmals erfolgreich. Flath (80.) erhöhte auf 4:1.Sein 24. Saisontreffer. Den Tore-Schlusspunkt des Spiels setzte Takahiro Tanio (84.).

„Spitzenzweiter, Spitzenzweiter“, jubelten die FSV-Fußballer nach dem Schlusspfiff. Am Saisonende trennt sie nur ein Punkt vom Staffelsieger Chemie Leipzig. Auch für die Luckenwalder Fans hatte sich der Gang ins Stadion gelohnt. Für die fünf FSV-Tore gab es 250 Liter Freibier.

Danke an Frank Neßler für die Fotos

Quelle: Sportbuzzer

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