SG Union Sandersdorf  – FSV 63 Luckenwalde 1 : 2 (0:0)

Der Kantersieg gegen Chemie vor einer Woche hat den Kistenmacher-Schützlingen offensichtlich gut getan. Am Freitagabend in Sandersdorf bei tollen äußeren Bedingungen präsentierte sich die Truppe jedenfalls spielerisch sehr gefestigt. Gegen eine gute und kompakt agierende Union-Elf demonstrierten sie ihr offensichtlich gewachsenes Selbstbewusstsein und hatten durchaus Möglichkeiten, das Spiel auch ohne die beiden absolut berechtigten Foulelfmeter zu entscheiden.

                                                                                       

Erneut war der gewohnt laufstark agierende Takahiro Tanio an fast allen gelungenen Offensivaktionen beteiligt. So hätte sein Kopfball in der 5.Minute nach gefühlvoller Becker-Flanke an den Pfosten auch schon im Tor landen können. Wenn er in seiner unnachahmlichen Art antrat, brannte es stets lichterloh im Union-Strafraum. In der 21.Minute fehlten ihm allerdings etwas Glück und Konzentration, so dass Union-Keeper sicher klären konnte.   Die Gastgeber konzentrierten sich zunächst auf die Absicherung des eigenen Tores um dann mit weiten Bällen schnell das Mittelfeld zu überbrücken. Bei zwei, drei Standards und Distanzschüssen verfehlten sie aber meistens knapp das Filatow-Gehäuse. Kurz vor dem Seitenwechsel leitete dann erneut Tanio zwei verheißungsvolle Angriffsaktionen ein. Doch zunächst scheiterte er in der 39.Minute mittels Schrägschuß am Union-Keeper und kurz vor dem Pausengang wurde Richard Juhasz nach Tanios scharfer Hereingabe im allerletzten Moment am erfolgreichen Abschluß entscheidend gehindert.                                                                                              

Nicht zufällig war dann erneut Takahiro Tanio Ausgangspunkt für den Luckenwalder Führungstreffer. Nach steilem Zuspiel Pascal Borowskis kam er noch vor Torhüter Nico Becker an den Ball, wurde von dem aber regelwidrig von den Beinen geholt. Bei der dieses Mal konventionellen Strafstoßausführung vollendete Daniel Becker absolut souverän (64.).                                                                                                             

Doch die sich nie aufgebende Union-Elf war nach diesem Rückstand noch lange nicht geschlagen. Als in der 73.Minute nach einem Zweikampf im Luckenwalder Strafraum erneut ein Strafstoßpfiff ertönte, demonstrierten die Luckenwalder Spieler zunächst heftig, Steve Müller sah als Ersatzspieler wegen seiner Proteste sogar die gelbe Karte. Doch Jan Kistenmacher erklärte in der Pressekonferenz nach Rücksprache mit seinem Spieler (Edgar Budde?) fair, dass der Elfmeter absolut berechtigt war. Auch Timo Breitkopf ließ sich die Chance vom Punkt nicht entgehen.     

 Knapp die letzte Viertelstunde mussten die Gastgeber in Unterzahl bestreiten. Schieri Schlömann zeigte  Steffen Fritzsch nach recht rüdem Foulspiel im Mittelfeld überraschend glatt rot. Doch Union-Trainer Thomas Sawetzki haderte nach dem Spiel eher mit dem unnötigen Fehlabspiel (den Ball muss man über die Tribüne hauen, da passiert überhaupt nichts“), in dessen Folge Christian Flath in der 86.Minute von den Beinen geholt wurde. Auch seinen zweiten Strafstoß vollendete Daniel Becker unbeeindruckt zur erneuten Führung. Die sich nie aufgebenden Sandersdorfer warfen trotz Unterzahl in den Schlussminuten nochmal alles nach vorn, wobei sich die über weite Strecken relativ sattelfeste Luckenwalder Defensive nichts mehr anbrennen ließ.

Die zuletzt recht ansprechenden Leistungen der Kistenmacher-Truppe und der jüngste überraschend deutliche Sieg des LFC gegen die Zweite von Wacker Nordhausen (gegen die der FSV am 29.09. bekanntlich seine bisher einzige Saisonniederlage kassieren musste) scheinen gute Voraussetzungen für ein spannendes Pokalspiel am kommenden Samstag in Ludwigsfelde zu sein.     

FSV 63: Filatow – Budde (ab 90. Kwiatkowski), Schmidt (ab 70. Silva Magalhaes), Francisco, Hadel – Juhasz (ab 74. Hennig), Becker,  Arnold, Borowski – Flath – Tanio

 

SR: Christian Schlömann (Stollberg /Erzgebirge)

Zuschauer: 168

Tore: 0:1 (64. Foulstrafstoß) Becker (nach Foul an Tanio), 1:1 (73., Foulstrafstoß) Breitkopf, 1:2 (86.) Becker (nach Foul an Flath)

 

Gelbe Karten: Ronneburg, Langner, N.Becker – Schmidt, Flath, Müller (als Auswechselspieler)

Rote Karte: Fritzsch (79.)  

 

Beste FSV-Spieler: Borowski, Flath, Becker, Tanio,  

 

Fred Krüger

181109_image045

Bild 45 von 45

Other Articles