FSV 63 Luckenwalde – VfB 1921 Krieschow  1 : 3 (1:1)

15. Spieltag der Oberliga Süd
15. Spieltag der Oberliga Süd

Duplizität der Ereignisse. Vor Jahresfrist hatte der FSV am 08.12.2018 sein letztes Heimspiel vor der Winterpause gegen den Ludwigsfelder FC, den man Wochen zuvor aus dem Landespokal gekegelt hatte, verloren. Auch den Kontrahenten vom letzten Samstagnachmittag, den VfB Krieschow, hatte man in der 2.Pokalrunde eliminiert. Und leider verabschieden sich die Luckenwalder nach einer überragenden Hinrunde auch in diesem Jahr mit einer Niederlage von ihrem Heimpublikum.

Dabei begann dieses Brandenburgderby der Oberliga Süd für die engagierten Krieschower echt nach Maß. FSV Kapitän Marcel Hadel foulte seinen unmittelbaren Kontrahenten gleich beim ersten Gästeangriff. Einen ersten Kopfball aus Nahdistanz nach dem anschließenden Freistoß konnte FSV-Keeper Konstantin Filatow noch sensationell an die Latte lenken. Den zurückspringenden Ball köpfte der goldrichtig stehende VfB-Kapitän Fabian Lieschka aus Nahdistanz ein 0:1 (2.). Die Kistenmacher-Schützlinge waren offensichtlich noch nicht voll da, ja wirkten regelrecht verunsichert. So hätten sie kurz darauf sogar noch weiter ins Hintertreffen geraten können.

Nach Fehlpass Edgar Buddes ging bei den Gästen in der 5.Minute erneut die Post ab. Clemens Koplins Rettungsversuch landete zu allem Überfluß noch am Pfosten. Danach konnte Konstantin Filatow das Leder aber aufnahmen. Wie der ansonsten über weite Strecken souverän agierende Schieri Tino Stein aus Potsdam in dieser Aktion einen kontrollierten Rückpaß gesehen haben will, wird sein Geheimnis bleiben! Kontrolliert war diese Aktion auf gar keinen Fall. Der folgende indirekte Freistoß unmittelbar vor dem Tor wurde aber letztlich abgewehrt.

Gefährliche Konter der Krieschower

Nach ca. zehn Minuten bekamen die Gastgeber dann aber mehr Zugriff auf das Spiel, mussten bei den gefährlichen Krieschower Kontern aber weiter auf der Hut sein, wie z.B. nach vierzehn Minuten als Tobias Gerstmann auf dem rechten Flügel sogar noch Konstantin Filatow überlaufen konnte, bevor die FSV-Deckung dann aber entscheidend klärte. Es dauerte dann bis zur 25.Minute bis Edgar Budde mit einem satten Distanzschuß den im Laufe des Spiels noch zu großer Form auflaufenden VfB-Torhüter Nash-Daniel Amankona erstmals ernsthaft prüfte. Der Ausgleich im Anschluß an die vierte FSV-Ecke durch Marcel Hadel fiel dann zwar glücklich, Amankona hatte den Ball unterlaufen, war aber Ausdruck der zwischenzeitlichen Luckenwalder Dominanz.

Wer nach dem Pausentee aber dann geglaubt hatte, daß das Spiel nun in den erwarteten Bahnen laufen würde, sah sich bald getäuscht. Nach Querschläger Clemens Koplins düpierte Torjäger Andy Hebler sowohl Tobias Francisco als auch Clemens Koplin und schlenzte abgezockt und souverän zur erneuten Gästführung ein. In der Folge drängten die Gastgeber zwar vehement auf den Ausgleich, die Gäste hatten mit Schlußmann Amankona aber einen Fels in der Brandung, der gleich reihenweise gute FSV-Chancen vereitelte. Seine Fußabwehr nach weitem Flugball Clemens Koplins und direktem Abschluß Daniel Beckers aus Nahdistanz war  da wahrlich unglaublich. Ansonsten wunderten sich aber viele im FSV-Lager über die taktische Umstellung Jan Kistenmachers, indem er Daniel Becker zunächst neben Frank Rohde im Angriff spielen ließ, Christian Flath aber dagegen ins Mittelfeld zurück zog. In den letzten Minuten wurde diese Variante dann wieder korrigiert und rückgängig gemacht.

Heimniederlage für viele FSV-Anhänger auch ein herber Wermutstropfen zum Jahresausklang

Nachdem sich die Gäste dann ca. zwanzig Minuten vor Spielschluß auch noch vor dem FSV-Strafraum ziemlich unbedrängt den Ball zupassen und die Luckenwalder Defensive nicht entscheidend klären konnte, hatte schließlich Martin Dahm wenig Mühe aus ca. 15 Metern den verdienten 1:3-Endstand zu besorgen. Bis zum Abpfiff kamen die Kistenmacher-Schützlinge zwar noch zu der einen oder anderen Möglichkeit. Mit zunehmender Spielzeit gewann man aber immer mehr den Eindruck, daß die FSV-Kicker an diesem Tag noch Stunden spielen konnten bevor sie zu einem weiteren Torerfolg kommen würden. Wenn diese Heimniederlage für viele FSV-Anhänger auch ein herber Wermutstropfen zum Jahresausklang sein wird, so darf man trotz aller Enttäuschung aber nicht die bisherigen überdurchschnittliche Erfolgsserie in der Hinrunde der FSV-Mannschaft vergessen. Für Trainer und Mannschaft wird selbst diese Niederlage einige wichtige Erkenntnisse gebracht haben.

FSV 63: Filatow – Hadel, Budde, Francisco, Koplin (ab 68.Tobias Göth) – Flath, Arnold (ab 74. Tim Göth), Vierling, Borowski – Becker, Rohde 

VfB Krieschow: Amankona – Baumgarten (ab 90. Landmann), Lieschka, Hildebrandt, Bernhardt (ab 85. Karow) – Gerstmann (ab 85. Schmidt), Savaris Lopes, Jeschke, Dahm – Zurawsky, Hebler  

SR: Tino Stein (Potsdam)

Zuschauer: 196

Tore: 0:1 (2.) Lieschka, 1:1 (30.) Hadel, 1:2 (50.) Hebler, 1:3 (72.) Dahm

Gelbe Karten: Arnold – Dahm, Baumgarten

Beste Spieler: Borowski, Vierling – Amankona, Lieschka, Savaris Lopes                                                                                                                     

Fred Krüger

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