In den letzten Monaten standen unsere Schiedsrichter in Deutschland sehr oft im Fokus der Allgemeinheit. Das, vordergründig nicht etwa wegen getroffener Fehlentscheidung über die ja immer diskutiert wird, sondern wegen der vielen gewalttätigen Aktionen gegenüber den Männern an der Pfeife! Besonders in Berlin waren viele Übergriffe auf Schiedsrichter zu verzeichnen, so dass Ende Oktober diesen Jahres durch die Männer in schwarz aus unserer Hauptstadt gestreikt wurde. Nicht Wenige stellten in diesem Zusammenhang die These auf, dass diese Entwicklung im Fußball ein Spiegelbild der Gesellschaft sei. Dieser Entwicklung wollen wir in Brandenburg entgegentreten und das natürlich auch dem morgigen Schiedsrichtergespann  eindrucksvoll zeigen. Im Folgenden stellen wir Euch nun unsere heutigen Männer an der Linie vor.

Der Schiedsrichter

Geleitet wird die Partie vom 34 jährigen Felix Burghardt. Der gebürtige Premnitzer pfeift derzeit für den FC Stahl Brandenburg und ist seit 2001 als Schiedsrichter aktiv. Durch seinen Beruf als Lehrer bringt er für diesen Job viel Ruhe und Gelassenheit mit. Besonders in brenzligen Spielsituationen werden diese Tugenden morgen bei ihm gefragt sein, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Mit bisher 44 geleiteten Regionalligaspielen sowie 53 Spielen in beiden Oberligen, kann ihm heute auf dem Platz wahrscheinlich kein Spieler etwas vormachen. 

Felix Burghardt

Der Schiedsrichterassistent Nummer 1

Der erste Assistent  hat wahrscheinlich den schwierigsten Job. Denn er wird sich an der Seitenlinie aufhalten, wo sich die Trainer beider Teams tummeln! Eine sicherlich nicht ganz einfache Aufgabe, sind doch sowohl Jan Kistenmacher als auch „Pele“ Wollitz für ihr Temperament an der Linie bekannt. Mit dem ebenfalls 34 jährigen Daniel Köppen hat der FLB aber einen äußerst coolen Schiedsrichter für diesen Job berufen, der bereits reichlich Erfahrung aufweisen kann. Der Rettungsassistent aus Nichel pfeift für den FSV Optik Rathenow und ist bereits seit 2002 Schiedsrichter. Auch er pfeift seit der Saison 2018/19 in der Regionalliga (bisher 16 Einsätze) und kann seit  der Saison 2011/12 insgesamt 69 Einsätze in den beiden NOFV-Oberligen vorweisen!

Daniel Köppen

Der Schiedsrichterassistent Nummer 2

An der gegenüberliegenden Seitenlinie wird als zweiter Assistent der 24 jährige Justin Weigt agieren.  Der gebürtige Zossener, der für den SV Frankonia Wernsdorf an der Pfeife tätig ist, arbeitet als diplomierter Finanzwirt beim Senat in Berlin. Trotz seines noch jungen Alters ist er bereits eine feste Schiedsrichtergröße im Land Brandenburg. Seit der Saison 2016/17 leitet Justin Weigt  Spiele in den beiden NOFV-Oberligen. Hier kommt er schon auf eine stattliche Anzahl von 45 Spielen. Zudem konnte er sein Können bereits bei 32 Spielen in den Nachwuchsbundesligen unter Beweis stellen. Interessant ist aber seine Elfmeterstatistik. In den 45 Oberligaspielen zeigte er 15 Mal auf den Punkt. Eine Statistik, die seine beiden Kollegen bisher nicht erreichten.

Justin Weigt

Für einen Schiedsrichter ist es meist die größte Anerkennung seiner Leistung, wenn nach einem Spiel nicht über ihn gesprochen wird. Dieses übereinstimmende Schweigen bedeutet meistens: Der Schiedsrichter hat alles richtig gemacht, ihm kann man die Schwächen des eigenen Teams heute ausnahmsweise nicht zur Last legen. Das stille Lob der Öffentlichkeit ist damit oft das Beste, was für einen Spielleiter zu holen ist. Auch für heute wünschen wir dem Schiedsrichtergespann dieses stille Lob und wie immer ein tolles Erlebnis hier bei uns im „SEELE“!

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