AOK Landespokal 2.Runde
AOK Landespokal Brandenburg 2. Runde

Gestern fand die zweite Runde des AOK-Landespokal Brandenburg statt. Der FSV 63 Luckenwalde konnte in der ersten Runde den SV Wacker 09 Cottbus-Ströbitz mit 1:4 besiegen. Und konnte sich somit auf die zweite Partie freuen. Im Aufeinandertreffen gegen den VfB 1921 Krieschow ging es nun darum, wer in das Pokal-Achtelfinale einziehen wird.


VfB 1921 Krieschow gegen FSV 63 Luckenwalde

Vor diesem Spiel um den AOK-Landespokal Brandenburg wußte man beim FSV 63 nicht so recht, wie man mit dem Ligarivalen aus der Lausitz umgehen sollte. Bei einigen wurden die Lausitzer vor der Saison sogar als Mitfavorit gehandelt. Mit aber nun bereits vier Niederlagen aus vier Spieltagen, mussten die Fußballer aus Krieschow einen denkbar schlechten Start hinnehmen. Somit mussten die Kistenmacher-Schützlinge wohl oder übel mit der Favoritenrolle leben. Damit sollte es sich leben lassen und somit wurden von Beginn an gleich optische Vorteile erarbeitet. Allerdings wurden die anfangs noch spärlichen Chancen nicht mit aller Konsequenz zu Ende gespielt.

Auf der anderen Seite ließen die Gastgeber erahnen, dass sie dieses Pokalspiel nicht kampflos preisgeben wollten. Sie versuchten bei jeder Gelegenheit selbst zu zählbaren Erfolgen zu kommen. So musste Edgar Budde in der 9.Minute schon entscheidend bei einer Flanke Julian Baumgartens per Kopf klären. Da der einschussbereite Danny Kobelt hinter ihm eingelaufen war. Die bis dahin größte Führungschance ergab sich dann auf der anderen Seite. In der 16.Minute dem bei Standards oft vorn mit auftauchenden Maciej Kwiatkowski. Kurz nach einem Freistoß vom linken Flügel kam er freistehend vor dem guten VfB-Torhüter Nash-Daniel Amankona zum Abschluss. Fand in dem per Fußabwehr gut reagierenden Keeper aber seinen Meister.            


AOK-Landespokal ist weiter in Aussicht

Glück hatten die Luckenwalder dann aber durchaus, als Tobias Gerstmann nach 29 Minuten zu einem langen Dribbling aus der eigenen Hälfte bis in den FSV-Strafraum antrat und bei einem Zweikampf mit Maciej Kwiatkowski, dessen Ausfallschritt dankbar annahm und zu Boden ging. Die komplette VfB-Bank und die Anhänger der Gastgeber protestierten vehement, als Schieri Marcel Riemer nicht auf Strafstoß entschied. Wäre der Strafstoßpfiff ertönt, hätte sich aus dem FSV-Lager vermutlich auch niemand beschwert. Kurz darauf hatten aber die Luckenwalder den Torschrei auf den Lippen. Christian Flath hatte sich nach Zuspiel Clemens Koplins im Angriffszentrum geschickt durchgesetzt und schließlich auch Amankona überwunden.

Allerdings versagte Schieri Riemer diesem Treffer die Anerkennung, da er bei der Ballmitnahme den Oberarm genutzt haben soll. In der Halbzeit hörte man die interessante These „Hätte er den Strafstoß gepfiffen, hätte er  auch das Tor gegeben.“ Kurz vor dem Pausenpfiff mußten die Gäste noch einmal etwas Glück für sich in Anspruch nehmen. Konstantin Filatow hatte eine abgefälschte Flanke Julian Baumgartens offensichtlich leicht unterschätzt und meinte das Leder  locker aufnehmen zu können. Der Ball klatschte aber an die Latte ohne daß weitere Gefahr entstand. Und schließlich setzte Pascal Borowski, nachdem Clemens Koplin in aussichtsreicher Position zu lange mit dem Abschluß oder einem Zuspiel gezögert hatte, zu einem sehenswerten Fallrückzieher an. Das Leder landete aber genau in den Armen Amankonas.    


Führungstreffer von Frank Rohde

Zu Beginn der zweiten Halbzeit schien Jan Kistenmacher mit der für ihn offensichtlich zu inaktiven Spielweise seiner Mannschaft nicht sonderlich zufrieden zu sein, was in dem Ausspruch gipfelte „Wollen die unbedingt in die Verlängerung?“. Seine Kicker schienen ihn erhört zu haben, denn in der Folgezeit kamen seine Kicker doch zu einigen hochkarätigen Möglichkeiten. Als Clemens Koplin in der 64.Minute Nils Gottschick mittels präzisem Heber in den Lauf geschickt in Szene setzte und der sofort straff nach innen spielte, war Frank Rohde zur Stelle und drückte den ball über die Linie -0:1. Weitere sehenswerte Ballstafetten des FSV sollten folgen. So fanden sich nach einer solchen Stafette Frank Rohde und Christian Flath zum Doppelpaß, in deren Folge Flath frei vor Amankona im Fallen zum Abschluß kam, das Leder aber über das Tor jagte (70.).

Nach einem weiteren geschickten Zusammenspiel hatte Maciej Kwiatkowski noch mal die Möglichkeit zur Resultatsverbesserung. Doch seinen satten und auch platzierten Torschuss aus etwa zwölf Metern lenkte der VfB-Keeper sensationell um den Pfosten (77.). Auch einen platzierten Flachschuss Christian Flaths machte Amankona unschädlich. Die FSV-Kicker ließen bis zum Abpfiff nichts mehr anbrennen, auch nicht als die Krieschower in der Nachspielzeit im Anschluss an ihre erste und einzige Ecke noch mal zum Abschluss kamen, letztlich aber knapp verfehlten. Die Luckenwalder hatten damit diese Aufgabe der 2.Pokalrunde zwar nicht glanzvoll, aber alles in allem verdient und auch souverän bei den gastfreundlichen Krieschowern gelöst. Die Gastgeber haben in diesem Pokalspiel zwar auch keine Bäume ausgerissen, sollten sich in der Oberliga aber doch bald vom Tabellenende verabschieden. Einziger Wermutstropfen war die gelbe Karte gegen Christian Flath, die Jan Kistenmacher kurz auf die Palme brachte, den ihr Zustandekommen war mehr als ärgerlich und vollkommen unnötig. 

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